16:24 21 September 2020
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    Die USA, Großbritannien, Japan und die EU haben bereits mehr als eine Milliarde Dosen von Coronavirus-Impfstoff für sich reserviert, der eigentlich noch nicht hergestellt wurde. Das lässt laut der Agentur Bloomberg die Sorge aufkommen, dass der Rest der Welt bei den Bemühungen, den Virus zu besiegen, ganz hinten in der Warteschlange stehen wird.

    Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Studie des Analyseunternehmens Airfinity berichtet, handelt es sich momentan um 1,3 Milliarden Dosen. Die Zahl der Geschäfte werde höchstwahrscheinlich noch zunehmen, obwohl die Wirksamkeit der Impfungen gegen den neuen Coronavirus noch nicht nachgewiesen wurde.

    Die Bemühungen der USA und Großbritanniens, die Lieferungen von Sanofi und GlaxoSmithKline Plc zu sichern sowie ein weiteres Abkommen zwischen Japan und Pfizer Inc. sind nur die jüngsten in einer Reihe von Vereinbarungen. Die EU sei auch aggressiv bei der Erlangung von Impfstoffen, lange bevor jemand weiß, ob sie funktionieren werden. Dabei gab Bloomberg nicht bekannt, mit welchen Produzenten Brüssel bereits Lieferabkommen geschlossen hat. 

    Obwohl internationale Gruppen und eine Reihe von Nationen versprechen, Impfstoffe für alle zugänglich zu machen, wird es in einer Welt von rund 7,8 Milliarden Menschen wahrscheinlich kompliziert sein, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Demnach würden arme Nationen an letzter Stelle stehen.

    Zu einer ähnlichen Situation war es 2009 gekommen, als wohlhabendere Länder die Lieferung des Schweinegrippe-Impfstoffs für sich monopolisierten.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 14,7 Millionen Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach mehr als 611.000 Todesopfer registriert.

    om/gs
     

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