01:13 29 November 2020
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    Die in der Bundesregierung vorgesehene Obergrenze von 1000 Menschen pro Monat im Rahmen der Familienzusammenführung wird nicht überschritten. Seit August 2019 vergaben deutsche Auslandsvertretungen monatlich weniger als 900 Visa zum Familiennachzug, so die dpa unter Berufung auf Zahlen des Auswärtigen Amtes.

    Insgesamt wurden zwischen August 2019 und Juni dieses Jahres 5921 Visa ausgestellt.

    Subsidiärer oder eingeschränkter Schutz wird für Leute gewährleistet, die in der Heimat einer Gefahr ausgesetzt sind, beispielsweise wenn ihnen eine Todesstrafe, Folter oder Krieg droht. Wegen Coronavirus ist der Prozent der Einreisegenehmigungen für Angehörige dieser Gruppe noch einmal gesunken, wie auch beim Familiennachzug insgesamt. 

    Während im März noch 480 Visa für Angehörige von Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus erteilt wurden, so waren es im nächsten Monat nur noch vier, im Mai eins. Im Juni stieg die Zahl wieder auf 43. Deutsche Konsulate und Botschaften im Ausland arbeiten wegen der Pandemie eingeschränkt. 

    Hürden beim Familiennachzug 

    Für die subsidiär Schutzberechtigten, die auf politische Verfolgung verweisen können, war der Familiennachzug von 2016 bis 2018 wegen eines hohen Flüchtlingsstroms ausgesetzt. Seit August 2018 ist es möglich, auch einen Antrag für den Ehepartner oder für nicht volljährige Kinder zu stellen. Zwischen August 2018 und Juni 2020 bekamen insgesamt 15.714 Angehörige die Einreiseerlaubnisse für Deutschland.

    Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl meint in diesem Hinblick, dass die komplizierte Gestaltung der Regel und Mangel an Terminen in deutschen Auslandsvertretungen sowie große Anforderungen an nötige Unterlagen das Recht auf Familiennachzug abgeschafft hätten. Die Organisation fordert, dass die betroffenen Familien das Recht auf Zusammenleben bekommen.

    ao/sb/dpa

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    Tags:
    Migration, Visum, Angehörige, Aufenthalt, Flüchtlinge, Deutschland, Familiennachzug