16:19 21 September 2020
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    In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben sich am Sonntag erneut Proteste gegen die Regierung ereignet. Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei gibt es nach Agaben des Senders Al Jazeera vor dem Parlamentsgebäude.

    Gegen die Teilnehmer wird laut Berichten mit Tränengas und Gummigeschossen vorgegangen. Den Demonstranten gelang es nach Informationen örtlicher Nachrichtenagenturen, das Ministerium für Migration sowie das Arbeitsministerium zu besetzen. 

    Das Armeekommando hat mittlerweile frühere Meldungen zurückgewiesen, wonach beim Einsatz der Streitkräfte gegen die Demonstranten das Feuer eröffnet wurde. 

    Das Militär habe nicht auf die Zivilisten im Stadtzentrum geschossen, hieß es in der Erklärung am Sonntag. 

    Tausende Libanesen zogen am Samstag durch die Straßen in Beirut, um gegen die aus ihrer Sicht korrupten Machtteile der Regierung zu demonstrieren. Sie machten ihrem Ärger Luft mit regierungskritischen Parolen und haben vier Ministerien gestürmt. 

    Die Wut der Demonstranten richtet sich gegen die Regierung, die sie als verantwortlich sehen für die Explosion am vergangenen Dienstag mit mehr als 150 Toten und über 6000 Verletzten. Dem Roten Kreuz zufolge wurden bei der Kundgebung 250 Menschen verletzt, laut Sicherheitskräften wurde ein Polizist getötet.

    Der Ärger der Protestierenden ist auch deswegen so groß, weil offenbar über Jahre große Mengen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen lagerten. Dies soll die gewaltige Explosion verursacht haben. Die Ermittlungen laufen jedoch noch.

    jeg/mt/sna/dpa

     

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    Tags:
    Explosionen, Proteste, Libanon, Beirut