06:15 27 Oktober 2020
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    Verstöße gegen die Alltagsregeln zum Schutz vor der Coronavirus-Pandemie müssen nach Ansicht des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, konsequenter geahndet werden. Der SPD-Politiker sagte gegenüber der „Bild am Sonntag“: „Die Corona-Leugner gefährden viele. Dafür gibt es keine Entschuldigung, da müssen wir strenger werden.“

    Seine Regierung werde dafür sorgen, dass die Gästelisten in der Gastronomie ordentlich geführt werden, sagte Müller. „Demonstrationen werden wir schneller unterbinden, wenn das Maskengebot nicht beachtet wird. Dann verhängen wir Ordnungsgelder und lösen die Demo notfalls sofort wieder auf.“

    Müller gab zu, dass nicht alles mit staatlichen Eingriffen, Polizei und Repression durchgesetzt werden könne. Aber bei den Unverbesserlichen müsse gezielt und hart durchgegriffen werden, betonte der Regierende Bürgermeister.

    Nach seinen Angaben hat die Berliner Polizei von Mitte Juli bis Mitte August insgesamt 350 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung geschrieben. Dazu kämen die Verfahren der Ordnungsämter, die Berlin personell verstärken wolle.

    Müller äußerte sich skeptisch zu Großveranstaltungen, von denen nach heutigen Erkenntnissen eine große Gefahr ausgehe. „Es wird vorerst keine Messen, Kongresse, Groß-Konzerte und Sportveranstaltungen mit etlichen Tausend Zuschauern ohne Auflagen geben können. Das geht meiner Ansicht nach erst dann, wenn ein Impfstoff oder ein wirksames Medikament gegen Corona zur Verfügung stehen.“ Das für September angesetzte Konzert mit 13.000 Zuschauern in Düsseldorf findet er sehr riskant.

    ls/sb/dpa

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    Michael Müller, Bild am Sonntag, Deutschland