05:40 21 September 2020
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    Menschen mit geringem Einkommen haben nach einem der dpa vorliegenden Gutachten immer schlechtere Chancen auf eine bezahlbare Mietwohnung. Das Pestel-Institut in Hannover geht davon aus, dass mindestens 6,3 Millionen Haushalte für eine Sozialwohnung in Frage kämen, weil sie unter den entsprechenden Einkommensgrenzen liegen.

    Das sind 700.000 mehr als vor acht Jahren. Dazu kommt noch, dass in dieser Zeit viele Menschen in die Städte gezogen sind, wo die Mieten stark anstiegen.

    Protestaktion in Berlin gegen Mietpreise vom Immobilienanbieter Deutsche Wohnen, 6. April 2019
    © AFP 2020 / ODD ANDERSEN (ARCHIVFOTO)
    Robert Feiger, der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die das Gutachten in Auftrag gegeben hat, sagt dazu: „Die soziale Schere schneidet immer tiefer in den Wohnungsmarkt.“ Notwendig seien mehr Sozialwohnungen sowie Löhne, die mit der Preisentwicklung beim Wohnen Schritt halten. Bis 2030 müssten jährlich 160.000 dauerhafte Sozialwohnungen geschaffen werden.

    Trotz Milliarden-Förderung sinkt die Zahl der günstigen Sozialwohnungen in Deutschland immer weiter. Ende 2018 waren es knapp 1,2 Millionen. Zum Vergleich: In der alten Bundesrepublik waren es noch fast vier Millionen. Bei den Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Minderbemittelte, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Allerdings fallen die Wohnungen nach einiger Zeit, üblicherweise nach 30 Jahren, aus dieser Bindung und können ganz normal vermietet werden. Laut Forderung der Baugewerkschaft müssten es wieder mehr als zwei Millionen sein.

    ls/ae/dpa

     

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    dpa, Deutschland