13:01 29 September 2020
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    Ein sechsjähriger Junge ist in Dresden von einem Auto angefahren worden und kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Zeugenhinweisen zufolge kann der Unfall mit illegalem Autorennen zu tun haben. Im Verdacht stehen zwei Autofahrer im Alter von 31 und 23 Jahren.

    Medienberichten zufolge hatte der Junge am Samstagabend die Budapester Straße in Richtung Zentrum von einem Grünstreifen aus überquert, als der 31 Jahre alte Autofahrer ihn mit seinem Wagen erfasste. Das Kind wurde gegen eine Bushaltestelle geschleudert. Es kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus und starb dort wenig später.

    ​Im Moment laufen gegen den 31-jährigen Autofahrer Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zudem wurde gegen beide Männer ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

    Illegale Straßenrennen in Deutschland seit 2017 strafbar

    Raserei und illegale Straßenrennen gelten seit 2017 in Deutschland als Straftat und nicht mehr als Ordnungswidrigkeit. Nach dem Strafgesetzbuch wird das mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet. In Berlin sorgte ein Fall aus dem Jahr 2016 für Schlagzeilen, bei dem ein Raser wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Er hatte sich mit einem anderen Mann in der Berliner Innenstadt ein Rennen geliefert. Bei der Kollision mit einem anderen Auto starb ein Rentner.

    Zahl der „Rennfahrer“ in Deutschland steigt - Umfrage

    Laut der Umfrage, die in den Bundesländern durchgeführt wurde, wächst die Zahl der Raser und sogenannten „Rennfahrer“ auf Deutschlands Straßen. Obwohl die Bundesregierung dies zum Straftatbestand machte, sind die Fallzahlen in vielen Bundesländern zum Teil dramatisch gestiegen. Im Jahr 2019 zählte die Polizei in neun Bundesländern rund 1.900 Fälle, etwa 700 mehr als ein Jahr zuvor. Dazu zählen neben illegalen Rennen auch die Einzelraser, die mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs waren.

    Experten zufolge kommen organisierte illegale Rennen kaum noch vor. Häufig sind dagegen kurzfristige Rennen oder spontane Aufeinandertreffen.

    „Es kann auch einer allein sein, der sozusagen gegen die Stoppuhr fährt“, sagt der Sprecher des bayerischen Innenministeriums.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Autofahrer, Festnahme, Polizei, tot, Junge, Raser, Dresden, Autounfall