06:41 21 September 2020
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS)* hat nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) mehr als 10.000 aktive Kämpfer in Syrien und im Irak.

    In kleinen Zellen bewegten sie sich zwischen den beiden Ländern hin und her, sagte der Chef des UN-Büros für Anti-Terrorismus, Wladimir Woronkow, bei einer Sitzung am Montag (Ortszeit). Die Anzahl der IS-Angriffe sei 2020 im Vergleich zum vergangenen Jahr in beiden Staaten „bedeutend gestiegen”. Demnach gab es auch vermehrt Anschläge einzelner sowie kleinerer Gruppierungen.

    Der IS und andere Terrorgruppen versuchten, die weitreichenden Beeinträchtigungen, sozioökonomischen und politischen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auszunutzen, warnte Woronkow. Der UN-Experte rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, das kollektive Handeln und die Terrorismusbekämpfung während der Zeit der Pandemie sowie danach zu stärken.

    „Die globale Bedrohung durch den IS wird wahrscheinlich zunehmen, wenn die internationale Gemeinschaft diese Herausforderung nicht bewältigt”, sagte Woronkow und forderte von den Mitgliedstaaten entschiedene Maßnahmen bei humanitärer Hilfe, Menschenrechten und zur Sicherheit in der Region.

    Für Westafrika schätzte der UN-Experte die Zahl der IS-Mitglieder auf rund 3500. Die Hauptbedrohung in Europa stelle die terroristische Radikalisierung durch das Internet dar. Bedenken verursache derzeit die Freilassung von Gefangenen mit terroristischem Hintergrund sowie Verbindungen. Zudem verliere der IS für die Geheimdienste einiger europäischer Länder aufgrund einer Zunahme gewaltsamen Rechtsextremismus an Priorität.

    *Islamischer Staat, auch Daesh – Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

    dpa

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh