14:58 18 September 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    1216
    Abonnieren

    Ein bundesweit übertragenes Klavierkonzert aus der Residenz des deutschen Bundespräsidenten, jüngst Jubel bei den renommierten Salzburger Festspielen: Der während der Corona-Krise mit allabendlichen Livestream-Konzerten aus dem heimischen Berliner Wohnzimmer bekannt gewordene russische Pianist Igor Levit startet das Musikfest Berlin mit Beethoven.

    Das Musikfest Berlin 2020 – veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker – präsentiert im Festivalprogramm „Beethoven und die Musik unserer Zeit“ insgesamt 33 Veranstaltungen mit neun Uraufführungen. Das Festival beginnt am Dienstag mit dem ersten Abend des achtteiligen Zyklus mit den 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, gespielt von Pianist Igor Levit. In diesem Jahr wird der 250. Geburtstag des 1770 in Bonn geborenen und 1827 in Wien gestorbenen Komponisten gefeiert.

    Mit den weltbekannten drei letzten Klaviersonaten hat Levit für seinen Zyklus aller Klaviersonaten Beethovens bereits bei den diesjährigen Salzburger Festspielen Jubel beim Publikum ausgelöst – für den 33-Jährigen gab es am vergangenen Freitagabend im Großen Festspielhaus Standing Ovations. Die drei ausladenden Werke mit den Opuszahlen 109, 110 und 111 gelten als „Gipfel Beethovenscher Kompositionskunst“ für das Klavier und zählen zu den technisch wie interpretatorisch schwierigsten Schöpfungen der Musikgeschichte.

     „Ich weiß, da sind Menschen. Das reicht mir.“ Pianist Levit freut sich über Publikum im Konzertsaal genauso sehr wie über Publikum vor den Bildschirmen.

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    “I know there's people, that's enough for me.” Igor Levit is just as happy about an audience in the concert hall as in front of the screens. How fitting that the Musikfest 2020 kicks off today with the first part of its eight-part piano sonata cycle played by the pianist in the Philharmonie Berlin! Those who have not been able to get tickets, can watch the recording of the concert on August 30 in the Digital Concert Hall of the Berliner Philharmoniker and from August 31 on, come and see us at "Musikfest Berlin digital", where the recording will be available for 72 hours. Have fun and a great Musikfest Berlin 2020! 👉 berlinerfestspiele.de/musikfest-digital #Musikfest Berlin „Ich weiß, da sind Menschen. Das reicht mir.“ Igor Levit freut sich über Publikum im Konzertsaal genauso sehr wie über Publikum vor den Bildschirmen. Wie passend, dass das Musikfest Berlin 2020 heute mit dem ersten Teil seines achtteiligen Klaviersonaten-Zyklus in der Philharmonie Berlin startet! Denn wer keine Tickets mehr bekommen hat, kann die Aufzeichnung des Konzerts am 30. August in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker sehen und ab 31. August bei uns auf „Musikfest Berlin digital“ vorbeischauen, wo der Mitschnitt für 72 Stunden zur Verfügung steht. Viel Spaß und ein tolles Musikfest Berlin 2020! __ @berlinphil #BerlinerPhilharmoniker #IgorLevit #DigitalConcertHall #OnDemand #ConcertStream #ConcertOnDemand

    Ein Beitrag geteilt von Berliner Festspiele (@berlinerfestspiele) am

    Grütters: Kunst ist überlebendnotwendig für die Demokratie 

    „Das Musikfest Berlin zeigt, dass gemeinsamer Kulturgenuss auch unter den geltenden Abstandsregeln möglich ist – und sendet damit ein wichtiges Signal der Hoffnung“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters in einem Grußwort an die Konzertbesucher in der Philharmonie.

    Genau dafür stehe auch die Musik Beethovens, auf der in diesem Jahr der Fokus des Festivals liegt, so Grütters weiter. Das diesjährige Programm zu seinen Ehren wird maßgeblich aus ihrem Haushalt finanziert, auch Veranstaltungen des Musikfests Berlin werden auf diese Weise gefördert.

    Ein weiterer Schwerpunkt des Festivals liegt auf der zeitgenössischen Musik. Das sei „gut und wichtig“, so die Ministerin: „Gerade jetzt in Zeiten der Krise brauchen wir die kreativen Impulse und Innovationen, die von Künstlern, von Komponisten, von der neuen Musik und auch von Beethovens Werken ausgehen. In der Bundesregierung tun wir unser Möglichstes dafür, die zerstörerischen Wirkungen der Corona-Pandemie zu lindern und schöpferische Kräfte zu mobilisieren – in der Überzeugung, dass Kunst überlebensnotwendig ist für unsere Demokratie und dass wir der Kunst jene Inspiration und jene Irritationen verdanken, aus denen Innovationen entstehen.“

    Orchesterkonzerte und Uraufführungen 

    Das erste Orchesterkonzert des Festivals findet am kommenden Sonnabend statt: Die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim spielen die drei letzten Symphonien von Mozart. Mit der Aufführung von Beethoven-Symphonien beteiligen sich die Berliner Philharmoniker, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Konzerthausorchester Berlin und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin am Beethoven-Schwerpunkt des Festivals, wollen dessen Musik im Kontext von Werken des 20. Jahrhunderts – von Alban Berg, Béla Bartók, Alfred Schnittke, Arnold Schönberg, Richard Strauss und Anton Webern – bis hin zur zeitgenössischen Musik präsentieren.

    Zur Uraufführung kommt das neue Violinkonzert von Christian Jost. Der Komponistin Rebecca Saunders ist in diesem Jahr mit der Aufführung von 16 ihrer Werke ein umfangreiches Porträt mit insgesamt fünf Uraufführungen gewidmet. Ihre Musik und neue Werke von Georges Aperghis und Milica Djordjević interpretieren die großen Ensembles zeitgenössischer Musik wie das Klangforum Wien und Neue Vocalsolisten Stuttgart, das Ensemble Modern und Ensemble Musikfabrik sowie die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Mit der Uraufführung des „Stabat Mater“ von Wolfgang Rihm durch Tabea Zimmermann und Christian Gerhaher endet das Festival am 23. September.

    Digital abrufbar – zuversichtlicher Gruß aus Berlin

    Insgesamt 18 Konzerte des Festivals werden auch von der Digital Concert Hall live oder zeitversetzt übertragen. Damit soll auf die Corona-bedingten Einschränkungen reagiert und mit der Übertragung der Konzerte aus der Philharmonie ein zuversichtlicher Gruß aus Berlin an das internationale Musikleben gesendet werden. 

    ba

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Fall Nawalny: Deutsche Eliten und „Ausdruck eines Niedergangs“ – Experte Fischer knallhart
    Fall Nawalny: Deutschland und OPCW weichen Antworten auf Russlands Fragen aus – Lawrow
    Nord Stream 2: Versorgungsschiff „Iwan Sidorenko“ kehrt nach Kaliningrad zurück
    Tags:
    Ludwig van Beethoven, Philharmonie Berlin, Berliner Philharmoniker, Musik, Festival, Kultur, Coronavirus, Igor Levit, Musikfestival, Berlin, Musikfest Berlin, Daniel Barenboim, Monika Grütters