06:37 21 September 2020
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    Bei den Demonstrationen in der US-Stadt Portland (Bundesstaat Oregon) ist es zu einer Schießerei mit einem Todesopfer sowie zu einem Brandanschlag auf das Gebäude des Polizeiverbands – Portland Police Association (PPA) – gekommen.

    Am Samstag kamen Medienberichten zufolge etwa 2500 Unterstützer von US-Präsident Donald Trump zu einem Autokorso zusammen. Zugleich fand eine Demonstration linker Gruppen statt. Es gab Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten.

    Ein Mensch wurde erschossen. Die Polizei machte zunächst keine Angaben darüber, ob die Schüsse damit in direktem Zusammenhang standen. Unklar war zunächst auch, ob es sich bei dem Opfer um einen Mann oder eine Frau handelt.

    Brandstiftung

    Teilnehmer eines Protestzugs zogen laut einer Polizeimitteilung zum PPA-Büro, blockierten den Straßenverkehr und zündeten mindestens einen Müllcontainer an. Jemand schnitt die Stromleitung zu dem Gebäude durch.

    Daraufhin wurde die Eingangstür in Flammen gesetzt, erklärte die Polizei. Die Ordnungshüter erklärten das Geschehen zu einem Aufruhr und forderten, dass die Menge sich sofort auflöst. Protestler warfen daraufhin Steine und andere Gegenstände auf die Polizisten, einige Beamte erlitten Verletzungen.

    Festnahmen

    Mindestens 19 Menschen wurden festgenommen. Die Polizei veröffentlichte später Fotos des brandbeschädigten Gebäudes sowie Angaben zum Geschehen. Bei den Festgenommenen handelt es sich demnach um einen Minderjährigen sowie um Erwachsene im Alter zwischen 19 und 52 Jahren.

    Das Büro des Polizeiverbands in Portland wurde in den vergangenen Monaten bereits mehrmals von Protestlern angegriffen und in Brand gesetzt, hieß es in der Polizeimitteilung.

    Rassismus-Debatte nach Fall George Floyd

    Eine Welle von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt erfasste seit Ende Mai US-amerikanische Städte. Der Auslöser war der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizei-Einsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota). Oft arten die Aktionen in Krawalle aus.

    In vielen europäischen Städten kam es ebenso zu Demonstrationen. Bei Kundgebungen wurde weltweit die Losung „Black Lives Matter“ (BLM, dt. „Schwarze Leben zählen“) verwendet.

    mo/sb/sna/dpa

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