17:31 29 September 2020
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    Die schwedische Strategie, nur laxe Beschränkungen einzuführen, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen, sollte laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) künftig ein Modell für andere Staaten sein.

    Wie der WHO-Sondergesandte David Nabarro in einem Interview mit dem Radiosender „Magic“ sagte, haben die schwedischen Behörden auf das Selbstbewusstsein der Bevölkerung gesetzt und auf strenge Maßnahmen verzichtet. Diese Strategie sollten ihm zufolge künftig auch andere Länder übernehmen. 

    Schweden hatte keine strenge Quarantäne eingeführt. Die Behörden empfahlen den Bürgern, soziale Distanz zu halten und, wenn möglich, von zu Hause aus zu arbeiten. Schulen, Kitas und Restaurants blieben offen. Alle Massenveranstaltungen wurden jedoch abgesagt. 

    Die schwedische Wirtschaft hat die negativen Auswirkungen der Pandemie doch zu spüren bekommen – die Arbeitslosigkeit lag im Sommer bei neun Prozent, die Dynamik des Bruttoinlandsproduktes (BIP) soll Einschätzungen zufolge bei minus sieben Prozent liegen. 

    Bei 87.000 Menschen wurde das Coronavirus nachgewiesen. Gestorben sind an der neuartigen Infektion 5800 Menschen. 

    Zuvor hat Russlands Präsident Wladimir Putin seine Mitbürger gewarnt, dass Corona noch nicht vorbei sei und dazu aufgerufen, sich weiter an die Schutzmaßnahmen zu halten. Je mehr Disziplin die Bürger zeigten, desto schneller werde das Land zum alltäglichen Leben zurückkehren, sagte Putin. 
    Diese Meinung äußerte auch Nabarro.

    om/sb

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    Tags:
    Strategie, Schweden, Pandemie, Coronavirus, WHO