03:27 30 November 2020
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    Am Dienstag ist das Nationale Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit online gegangen. Darauf sollen sich die Bürger künftig „schnell, zentral, verlässlich und werbefrei“ über die häufigsten Erkrankungen, darunter auch Covid-19, informieren können.

    Ab dem 1. September 2020 können sich die Bundesbürger unter www.gesund.bund.de über Themen rund um Gesundheit und Pflege informieren. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurde das Portal erstellt, Betreiber ist das Bundesministerium für Gesundheit. Von A wie ADHS über N wie Neurodermitis bis Z wie Zwangsstörung findet der Nutzer in alphabetischer Reihenfolge die häufigsten Erkrankungen mitsamt ihren Symptomen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten. Auch Covid-19 ist in der Auflistung zu finden.

    „Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen sind“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Nur wer informiert ist, kann sich und andere schützen. Mit dem Nationalen Gesundheitsportal wollen wir Bürgerinnen und Bürger aber auch jenseits von Corona zu Fragen rund um ihre Gesundheit informieren - schnell, benutzerfreundlich und fundiert. Wer Gesundheit googelt, soll künftig auf dem Nationalen Gesundheitsportal landen.“

    Klickt man auf Covid-19, so bekommt man zwar einen relativ ausführlichen Überblick über Ansteckungswege, Symptome, Verläufe, Prävention und Therapie, jedoch ist nichts wirklich Neues dabei, was der Nutzer nicht aus den Medien wissen würde. So steht beispielsweise drin, dass es sich bei SARS-CoV-2 um ein neuartiges Coronavirus handelt, gegen das die Bevölkerung weltweit noch kaum immun ist, dass es sich ohne Gegenmaßnahmen sehr schnell verbreitet, dass nicht alle Infizierten Symptome zeigen und dass schwere Verläufe hauptsächlich bei älteren Menschen, solchen mit Vorerkrankungen oder Übergewicht auftreten. Immer wieder wird betont, man müsse sich an die Hygiene- und Abstandsregeln sowie an die Niesetikette halten, um die Verbreitung des Virus gering zu halten und so dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem in der Lage bleibt, die Schwerkranken bestmöglich zu versorgen. 

    Interessanter sind die Punkte zu den genauen Infektionszahlen und Therapie und Immunisierung. So wird eingeräumt, dass die tatsächlichen Infektionszahlen nur geschätzt werden können. Dasselbe gelte für die Sterblichkeit, die momentan der Statistik zufolge bei vier Toten auf 100 Infizierte liege. „Da aber nicht alle Infizierten statistisch erfasst werden, gehen Fachleute davon aus, dass die tatsächliche Sterblichkeit geringer ist“, heißt es. Zu Langzeitfolgen könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt ebenfalls keine verlässlichen Angaben machen, dafür müsse man die Patienten über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren regelmäßig untersuchen.

    Zum aktuellen Stand der Behandlungsmethoden heißt es auf dem Nationalen Gesundheitsportal, bei schweren Symptomen würden die Patienten mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt oder maschinell beatmet.

    „Einige der Erkrankten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung, bei der Ärztinnen und Ärzte lebenswichtige Körperfunktionen unterstützen und mögliche Grunderkrankungen oder zusätzliche Infektionen mit Bakterien behandeln. Das Virus selbst muss jedoch durch die körpereigene Abwehr bekämpft werden.“

    Seit Juli werde zudem das Ebola-Medikament Remdesivir eingesetzt, welches die Sterblichkeit zu senken scheine.

    „Es gibt weitere Studien, in denen bereits vorhandene und auch neue Medikamente getestet werden. Bisher liegt noch kein Wirkstoff vor, der das Virus zuverlässig bekämpft.“

    Bezüglich eines möglichen Impfstoffs sind die Angaben sehr kurz gehalten. Mehrere Unternehmen würden inzwischen vielversprechende Impfstoffe entwickeln, mit einer Zulassung könne aber frühestens Ende 2020/Anfang 2021 gerechnet werden. Es sei auch nicht klar, wie lange eine Immunität gegen SARS-CoV-2 nach einer Impfung anhalten werde.

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    Tags:
    Gesundheit, Gesundheitsministerium, Jens Spahn, Covid-19