06:29 21 September 2020
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    Russland wird ins Ausland zuerst die Technologie für den heimischen Coronavirus-Impfstoff liefern. Dies gab der Direktor des russischen Gamaleya-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, gegenüber der Agentur RIA Novosti am Dienstag bekannt. 

    „Über den Verkauf des hier hergestellten Lebendimpfstoffs als solchen (…) wird man in einem Jahr sprechen können, wenn wir unsere gesamte Bevölkerung geschützt haben“, fügte Ginzburg hinzu.

    Es werde dann mehrere Tage dauern, bis bei den Freiwilligen, die sich bereits angemeldet haben, das Screening durchgeführt werde, hieß es. Dabei handle es sich um erforderliche Untersuchungen und Analysen, da es faktisch um eine klinische Studie gehe.

    „Und wahrscheinlich irgendwo zwischen dem 5. und 6, also am 7. (September – Anm. d. Red.) schon sicher, denke ich, wird schon direkt damit begonnen, diesen Freiwilligen den Impfstoff zu geben“, sagte Ginzburg.

    „Sputnik V“

    Der russische Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus, der den Namen „Sputnik V“ erhielt, wurde der weltweit erste. Es wurde mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohen Antikörpertiter aus. Es seien keine  schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es.

    Kirill Dmitriev, CEO des RDIF, sagte zuvor, dass der Fonds Kaufanfragen für insgesamt eine Milliarde Impfdosen aus mehr als 20 Ländern erhalten habe. Zudem habe Russland eine lokale Impfstoff-Produktion mit fünf Ländern vereinbart. Die vorliegenden Kapazitäten ermöglichen es, innerhalb eines Jahres 500 Millionen Impfdosen herzustellen. 

    Der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko teilte wiederum mit, zwischen November und Dezember werde der Impfstoff denjenigen gegeben, die zur Risikogruppe gehören. Zum selben Zeitpunkt soll der Impfstoff in die Regionen geliefert werden.

    Der zweite russische Corona-Impfstoff, der vom Zentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ entwickelt wurde, soll im September verfügbar sein.

    pd/mt/sna

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    Freiwillige, Studie, Technologie, Ausland, Russland, Impfstoff