15:47 25 September 2020
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    Mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945 ging der Zweite Weltkrieg endgültig zu Ende. Im Gedenken an die Opfer des Krieges wurde „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der lutherischen Peter-und-Paul Kathedrale in Moskau aufgeführt.

    Die Gedenkaktion fand mit Unterstützung der Kaiserlichen Orthodoxen Palästina-Gesellschaft statt. Unter den prominenten Gästen waren hochrangige Diplomaten mehrerer Länder, darunter auch Großbritanniens und Deutschlands, sowie Politiker.

    Das Große Staatliche akademische P.-I.-Tschaikowski-Symphonieorchester unter Wladimir Fedosejew bot unter der Leitung von Maestro Lior Shambadal – von 1997 bis 2019 Chefdirigent der Berliner Symphoniker – eine ergreifende Darbietung des Meisterwerks.

    Das Werk des großen deutschen Komponisten wurde nicht von ungefähr gewählt: „Ein deutsches Requiem“ nach Worten der Heiligen Schrift ist ein Aufruf zum Frieden und zur Hoffnung an alle, ungeachtet der Nationalität oder des Glaubensbekenntnisses.

    Vor dem Konzert verlas Michail Schwydkoj, der Sondergesandte des russischen Präsidenten für internationale kulturelle Zusammenarbeit, das Grußwort von Wladimir Putin. „Der Zweite Weltkrieg wurde zur größten Tragödie des 20. Jahrhunderts, er forderte Millionen Menschenleben und beeinflusste die Schicksale ganzer Generationen. Wir ehren das Andenken an den Mut und die Tapferkeit der Helden.“ Der russische Staatschef äußerte in seinem Telegramm die Überzeugung, dass die Gedenkaktion zu stärkerer Freundschaft und gegenseitiger Verständigung der Völker beitragen würde.

    • Ein Konzert zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in der St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau, 2. September 2020
      © Sputnik / Tamta Agumava
    • Der deutsche Botschafter in Moskau, Géza Andreas von Geyr, verlas das Grußwort der Bundeskanzlerin Angela Merkel
      Der deutsche Botschafter in Moskau, Géza Andreas von Geyr, verlas das Grußwort der Bundeskanzlerin Angela Merkel
      © Sputnik / Tamta Agumava
    • „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms wird in der lutherischen St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau aufgeführt, 2. Septermber 2020
      „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms wird in der lutherischen St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau aufgeführt, 2. September 2020
      © Sputnik / Tamta Agumava
    • Dietrich Brauer, seit 2011 Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland
      Dietrich Brauer, seit 2011 Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland
      © Sputnik / Tamta Agumava
    • Die Botschafterin Großbritanniens in Moskau, Deborah Bronnert
      Die Botschafterin Großbritanniens in Moskau, Deborah Bronnert
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    • Maestro Lior Shambadal. Von 1997 bis 2019 war er Chefdirigent der Berliner Symphoniker
      Maestro Lior Shambadal. Von 1997 bis 2019 war er Chefdirigent der Berliner Symphoniker
      © Sputnik / Tamta Agumava
    • „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms wird in der lutherischen St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau aufgeführt, 2. September 2020
      „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms wird in der lutherischen St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau aufgeführt, 2. September 2020
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    • „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms wird in der lutherischen St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau aufgeführt, 2. September 2020
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    • Sergej Stepaschin, Vorsitzender der Kaiserlichen Orthodoxen Palästina-Gesellschaft
      Sergej Stepaschin, Vorsitzender der Kaiserlichen Orthodoxen Palästina-Gesellschaft
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    Ein Konzert zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in der St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau, 2. September 2020

    Der deutsche Botschafter in Moskau, Géza Andreas von Geyr, verlas das Grußwort der Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Die Völker der damaligen Sowjetunion hatten unter dem Zweiten Weltkrieg besonders zu leiden und die höchste Zahl an Opfern zu beklagen. Die Erinnerung daran wachzuhalten, ist wesentlicher Bestandteil in unseren Beziehungen zu Russland und den anderen sowjetischen Nachfolgestaaten.“

    „Daher bin ich dankbar dafür, dass die Evangelisch-Lutherische Kirche Russlands mit dem russisch-deutschen Gedenk- und Versöhnungskonzert in der Moskauer Kathedrale St. Peter und Paul ein wichtiges Zeichen setzt.“ Die Bereitschaft zu Dialog und Versöhnung sei von unschätzbarem Wert und solle als Wesenskern des deutsch-russischen Verhältnisses gepflegt und bewahrt werden.

    Als letzter ergriff Sergej Stepaschin, Vorsitzender der Kaiserlichen Orthodoxen Palästina-Gesellschaft, das Wort. Er betonte, dass Russland und Deutschland historisch enge Beziehungen verbinden würden. Es sei an der Zeit, eine feste Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern aufzubauen.

    St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau
    © Sputnik / Sergey Pyatakov
    St. Peter und Paul Kathedrale in Moskau
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    Tags:
    Russland, Deutschland, Zweiter Weltkrieg, Erinnerungskultur