14:53 19 September 2020
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    Bei jedem fünften Kita-Kind in Deutschland wird zu Hause eine andere Sprache als Deutsch gesprochen. Dies berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Verweis auf eine Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.

    Demnach wurde im März 2019 bei rund 675.000 von insgesamt etwa 3,2 Millionen Kindern in Kindertagestätten in den Familien nur wenig Deutsch gesprochen. Dies entspreche einem Anteil von 21,4 Prozent.

    Dieser Anteil sei im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen: 2018 habe er 19,4 Prozent betragen und 2018 18,7 Prozent ausgemacht.

    Im Westen der Bundesrepublik liege der Wert mit 24 Prozent doppelt so hoch wie im Osten (zwölf Prozent).

    Nordrhein-Westfalen verzeichne einen besonders hohen Wert von 27 Prozent, während in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil lediglich fünf Prozent betrage.

    FDP fordert mehr Geld für Sprachförderung

    Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende, Katja Suding, forderte dazu auf, Geldmittel für eine bessere Sprachförderung ab dem Jahr 2021 aufzustocken. Sprache entscheide, welche Chancen ein Kind im Leben habe, äußerte sie.

    Kitas mit besonderem Förderschwerpunkt können derzeit vom Bund pro Jahr 25.000 Euro bekommen. Laut dem Bundesfamilienministerium soll auch im Jahr 2021 der Betrag derselbe – und damit seit 2016 unverändert bleiben. Bundesweit ist etwa jede zehnte Kita eine Sprach-Kita.

    asch/dpa/ae

     

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