16:44 18 September 2020
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    Rapper Bushido hat im Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder am Mittwoch erneut als Zeuge ausgesagt.

    Der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißende Musiker bezeichnete die Zusammenarbeit mit Arafat Abou-Chaker als erzwungen. Über deren Entstehung schwieg der 41-jährige Rapper eigenen Angabe zufolge aus Scham 16 Jahre lang.

    Nicht einmal mit seiner Familie habe er darüber gesprochen. Jahrelang habe Abou-Chaker an ihm verdient und ihn „wie sein Eigentum behandelt“.

    Drangsalierungsvorwürfe

    Der Rapper und der 44-jährige Arafat Abou-Chaker, Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, galten als Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage kam es zu Straftaten, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst hatte. Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von dem Musiker eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

    Im Dezember 2017 und Januar 2018 sei Bushido bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden, so die Anklage.

    Die Brüder des Clanchefs im Alter von 39, 42 und 49 Jahren sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Männer haben zu den Vorwürfen bisher geschwiegen.

    Offenbar erzwungene Zusammenarbeit

    Seit fünf Prozesstagen steht Bushido bereits im Zeugenstand. Bereits ab 2004 habe er dem Clanchef 30 Prozent von seinen Einkünften zahlen müssen, gab der Rapper an. Zu der „unfreiwilligen Vereinbarung“ sei es gekommen, nachdem ihn Arafat Abou-Chaker geholfen habe, aus einem Vertrag auszusteigen.

    mo/mt/dpa

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