19:39 30 September 2020
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    Die Vereinten Nationen vermuten, dass nach einem Bootsunglück vor der libyschen Küste über 20 Migranten ertrunken sind.

    Der Sprecherin der Internationalen Organisation für Migranten (IOM), Safa Msehli, zufolge sind zwei Leichen aus dem Mittelmeer geborgen worden. Dies gab sie am Dienstag in Genf bekannt.

    22 weitere Bootsinsassen würden noch vermisst, nachdem ein Schlauchboot gekentert sei. Demnach handele es sich bei den meisten Opfern wohl um Ägypter.

    Das Schlauchboot war den Berichten zufolge eines von dreien, die am Sonntag in der libyschen Stadt Sawia abgelegt hatten. Es seien Migranten aus Marokko und Ägypten an Bord gewesen. Die libysche Küstenwache hätte am Montag 45 Menschen wieder nach Tripolis zurückgebracht.

    Nach Angaben der IOM waren allein in diesem Jahr auf der Hauptroute über das Mittelmeer nach Südeuropa knapp 400 Migranten als vermisst gemeldet worden.

    Seit dem Sturz des libyschen Herrschers Muammar al-Gaddafi 2011 herrschen in Libyen Bürgerkrieg und Chaos.

    Der Staat im Norden Afrikas verwandelte sich seit jener Zeit zu einem zentralen Transitort für Migranten auf dem Weg nach Europa.

    ek/sb/dpa

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