06:31 22 Oktober 2020
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    Der Hauptverdächtigte einer Messerattacke in der Nähe der früheren Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo” in Paris soll seine Schuld gestanden haben. Dies berichtet am Freitag der französische Fernsehsender BFMTV unter Berufung auf Quellen.

    Der Mann ist demnach offenbar 18 Jahre alt. Er sei Berichten zufolge pakistanischer Abstammung. Die Information sei aber derzeit nicht überprüfbar, weil der vermeintliche Täter keinen Personalausweis bei sich habe.

    Vermuteter Terror vor „Charlie-Hebdo“-Gebäude

    Vor dem Gebäude, in dem das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ einst seine Redaktionsräume hatte, sind am Freitag zwei Journalisten bei einer Messerattacke verletzt worden. Die Anti-Terror-Fahnder haben die Ermittlungen übernommen. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest.

    Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Produktionsfirma Premières Lignes, die unter anderem für den Sender France 2 arbeitet, sind bei dem Angriff verletzt worden. Sie sollen gerade eine Raucherpause gemacht haben. Die Opfer sind nach Angaben von Premierminister Jean Castex nicht in Lebensgefahr.

    Die Redaktion von „Charlie Hebdo“ ist mittlerweile umgezogen – in den damaligen Redaktionsräumen wurden im Januar 2015 elf Menschen brutal ermordet.

    Prozess-Beginn

    In Paris begann am 2. September ein Prozess um die Terrorserie. Angeklagt sind 14 Verdächtige, drei von ihnen sind aber flüchtig. Der Fall wird vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle verhandelt.

    Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen. Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen hohe Haftstrafen von bis zu 20 Jahren.

    mo/mt

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    Charlie Hebdo