08:19 23 Oktober 2020
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    Der französische Fernsehsender BFMTV hat am Samstag unter Berufung auf Justizkreise neue Details zur Messerattacke in der Nähe der früheren Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris mitgeteilt.

    Der zweite Verdächtigte in dem Fall wurde demnach in der Nacht auf Samstag aus dem Gewahrsam entlassen. Derzeit würden keine Vorwürfe gegen ihn aufrechterhalten.

    Darüber hinaus sei eine weitere Person in Gewahrsam genommen worden, insgesamt handle es sich um sieben Verdächtigte. Die letzte Festnahme sei in der Gemeinde Cergy unweit von Paris erfolgt. Der Mann sei ein Mitbewohner des Hauptverdächtigen.

    Die fünf anderen Verdächtigten wurden früheren Berichten zufolge bei der Durchsuchung einer Wohnung in Pantin bei Paris festgenommen. Der Hauptverdächtige des Angriffs soll seine Schuld bereits gestanden haben.

    Messerangriff

    Bei der Messerattacke im Osten von Paris am Freitag waren nach Worten des französischen Regierungschefs Jean Castex zwei Journalisten verletzt worden. Ihr Leben sei nicht in Gefahr, sagte Castex am Freitag in der Nähe des Tatorts.

    Dabei geht es um eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter der Produktionsfirma Premières Lignes, die unter anderem für den Sender France 2 arbeitet. Kurz nach dem Vorfall wurden zwei Verdächtige von der Polizei festgenommen.

    Anschlag auf „Charlie Hebdo“

    Die Anschlagserie auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris ereignete sich am 7. Januar 2015. In den damaligen Redaktionsräumen wurden elf Menschen brutal ermordet.

    Die Attacken trafen nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“, sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Insgesamt gab es 17 Todesopfer. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

    Seit Monatsbeginn läuft in Paris der Terrorismusprozess um diesen blutigen Anschlag. Dabei sind 14 Menschen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben.

    „Charlie Hebdo“ hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

    mo/sb

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