03:57 29 Oktober 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    0 362
    Abonnieren

    In 40 Ländern läuft bereits seit zwei Jahren der Wettbewerb „Knowledge Up!“ für Pädagogen russischer Schulen im Ausland, die im Unterricht auf digitale Technologien setzen. Was bringt das den Lehrern? Warum müssen die Teilnehmer aus aller Welt nach Moskau fliegen? Und was können sie voneinander lernen?

    Der Korrespondent des Projekts „Sozialnavigator“ der Internationalen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya sprach mit Galija Galjamowa, Geschäftsführerin der Kommunikationsagentur „Nowoje Wremja”, über die Inhalte und den Verlauf des Wettbewerbs. 

    - Das Projekt ist noch ziemlich jung – es läuft erst seit zwei Jahren. Was können Sie dazu sagen – und zu den Ergebnissen?

    -  Bei „Knowledge Up!“ handelt es sich um einen Wettbewerb für Lehrer von russischen Schulen, der von „Rossotrudnitschestwo“, der Föderalen Agentur für die Angelegenheiten der Landsleute im Ausland, organisiert wurde. Der erste Wettbewerb fand im vorigen Jahr statt, und inzwischen, nachdem sich die Teilnehmerzahl verdoppelt hat, können wir sagen, dass er sehr gefragt ist, besonders als Kommunikationsplattform für Lehrer von russischen Schulen im Ausland.

    Am Wettbewerb beteiligen sich Lehrer, die bei ihrer Arbeit auf digitale Technologien setzen. Unsere Jury bewertet die Effizienz und Besonderheit ihrer Methoden. Das Ziel ist, erfolgreiche Erfahrungen der Kollegen aus anderen Ländern zu verbreiten.

    - Aus welchen Ländern kommen denn die Teilnehmer?

    - Der Wettbewerb umfasst praktisch alle Kontinente und wird in 40 Ländern ausgetragen, unter anderem in Marokko, Kuba, Spanien, Frankreich, der Mongolei, Vietnam, Italien, Kasachstan, im Libanon, in Mexiko, Malaysia …

    - Wie wird der Wettbewerb organisiert? Wie verläuft er?

    - Die Vorrunde findet im Ausland und die Endrunde in Russland statt. Die Finalisten kommen nach Moskau, damit sie unmittelbar vor der Jury auftreten und ihre Projekte präsentieren. Darüber hinaus haben wir ein interessantes zusätzliches Programm für sie. Die Pädagogen besuchen die modernsten Bildungsobjekte: Im vorigen Jahr waren das die Schule Nr. 548 in der Sowchose „Wladimir Lenin“ und der Verlag „Prosweschtschenije“ („Aufklärung“), wo wir auf die Teilnehmer zwei Stunden lang warten mussten, bis sie sich entsprechende Lehrmaterialien ausgewählt hatten. Es ist bedauernswert, dass sie Schwierigkeiten haben, wenn sie Lehrmaterialien im Ausland brauchen. Der Wettbewerb soll helfen, gerade solche Probleme zu lösen.

    - Welche digitalen Entwicklungen der Teilnehmer könnten Sie extra hervorheben?

    - Vor allem fällt mir die Arbeit des vorjährigen Siegers Saini Sonu aus Indien ein. Er arbeitet gemeinsam mit seinen Kollegen aus Israel, der Türkei und anderen Ländern an der Entwicklung einer sehr interessanten mobilen App. Das ist eine ungewöhnliche Entwicklung der armenischen Teilnehmerin Kima Waneskigjan. Sie hat die mobile App „Gespräch mit dem Dichter“ entwickelt, dank der sie Kinder quasi spielend Gedichte Alexander Puschkins lernen lässt.

    - Wie werden die erfolgreichen Erfahrungen der Teilnehmer des Wettbewerbs verbreitet?

    - Aktuell arbeiten wir an einer Datenbank, die im Social-Media-Format funktionieren wird - unter demselben Namen: „Knowledge Up!“. Aktuell kommunizieren das Organisationskomitee, die Jury-Mitglieder und die Teilnehmer online miteinander – trotz der pandemiebedingten Einschränkungen.

    - Welche Rolle spielen Ihres Erachtens digitale Technologien in der heutigen Schule?

    - Digitale Technologien sind ein nicht wegzudenkender Teil des Bildungsprozesses. Kinder kommen heutzutage vor allem dank ihren Gadgets zu Informationen. Wir stehen gerade an der Schwelle der Ära, wenn sich Lehrer quasi umbilden lassen und solche Instrumente allmählich einsetzen.

    Ich kann behaupten: Die Zukunft des Bildungswesens gehört definitiv digitalen Technologien. Deshalb gibt unser Wettbewerb allen - den Teilnehmern, Organisatoren und Jury-Mitgliedern - die Möglichkeit, Fortschritte zu machen und ihre Kenntnisse zu verbessern.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    MdB Hansjörg Müller (AfD) zum Fall Nawalny: Die deutsche Seite will nicht kooperieren
    Hohe Corona-Zahlen: Drosten fordert „Mini-Lockdown“ und Lauterbach Kontrollen in Privatwohnungen
    Grenzverletzung verhindert: Su-27 verjagt französische Kampfflugzeuge – Video
    Tags:
    Wettbewerb, Ausbildung, Russland