13:33 25 Oktober 2020
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    Der Inspekteur der so genannten Streitkräftebasis und damit Nationale Territoriale Befehlshaber der Bundeswehr, Generalleutnant Martin Schelleis, der den Unterstützungseinsatz der Bundeswehr inmitten der Corona-Pandemie koordiniert und führt, hat in Berlin Details zur Maßnahme bekanntgemacht.

    Die Bundeswehr hat laut Schelleis inzwischen knapp 1400 Soldaten zur Unterstützung von Kommunen und Landkreisen im Einsatz. Dies sei ein Höchststand.

    „Die zivile Seite interessiert sich immer mehr für die Amtshilfe der Bundeswehr. Man baut auf die Bundeswehr“, zitiert die dpa am Freitag den Offizier. „Die zweite Welle, manche sagen, sie hat schon begonnen. Aus meiner Sicht ist es so.“

    Weiterhin würden 15.000 Soldaten in einem Kontingent für die Corona-Hilfe bereitgehalten, aber in abgestuften Bereitschaftsstufen.

    „Was die Amtshilfe angeht ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Der Herbst hat ja noch gar nicht richtig angefangen“, so Schelleis.

    Seinen Angaben zufolge unterstützen aktuell 730 Soldaten bundesweit Gesundheitsämter, wenn es um Aufgaben wie die Nachverfolgung von Corona-Infektionen gehe. Etwa 350 weitere Soldaten seien in Corona-Teststationen im Einsatz.

    Die Bundeswehr sei bereit schnell zu helfen, sagte Schelleis und verwies auf Berlin. Dort sei nach Vorbesprechungen an einem Sonntagabend der Antrag auf Amtshilfe eingegangen. Am Montagmorgen seien 180 Soldaten einsatzbereit gewesen, von denen 138 auch zum Einsatz abgerufen wurden.

    Insgesamt mehr als 1000 Hilfsersuchen

    Laut dem Generalleutnant gab es in diesem Jahr bereits 981 Anträge auf Amtshilfe, von denen 663 bewilligt worden seien und 136 noch aktuell laufen. Zusammen mit Hilfsersuchen an das Militär wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder wegen Borkenkäferbefalls in Wäldern gebe es deutlich über 1000 Anträge. Im gesamten Vorjahr seien es insgesamt 249 Amtshilfeersuchen gewesen.

    Pandemie-Lage in Deutschland und weltweit

    Nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) beträgt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle mehr als 36,5 Millionen weltweit. Bislang sind mehr als eine Million Corona-Patienten gestorben.

    In Deutschland wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) 314.660 Corona-Infizierte registriert. Am Donnerstag wurden demnach 4516 neue Infektionsfälle festgestellt. Insgesamt starben dem RKI zufolge 9589 Patienten (Stand am Freitag) an der durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Lungenerkrankung, was ein Plus von elf Todesfällen im Vergleich zum Vortag bedeutet.

    mo/ae/dpa

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