08:48 27 Oktober 2020
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    Ab Samstag gelten in der deutschen Hauptstadt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, wie einer Mitteilung auf dem offiziellen Portal Berlins zu entnehmen ist.

    Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage – die so genannte Sieben-Tages-Inzidenz – überschritt demnach in Berlin am Donnerstag erstmals den Warnwert 50. Sie beträgt derzeit laut dem Robert Koch-Institut (RKI) 53,6.

    In mehreren Berliner Bezirken liegt die Sieben-Tages-Inzidenz schon einige Tage teils weit über 50. Für Neukölln meldete das RKI am Samstag 133,9, was bundesweit ein Spitzenwert ist. Es folgen Mitte (90,9), Tempelhof-Schöneberg (67,3) und Friedrichshain-Kreuzberg (55,3).

    Sperrstunde und neue Kontaktbeschränkungen

    Vor dem Hintergrund der gestiegenen Infektionszahlen beschloss der Berliner Senat laut dem Portal am vergangenen Dienstag, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und sechs Uhr geschlossen sein müssen. Tankstellen dürfen in dem Zeitraum zwar offen bleiben, aber nachts keinen Alkohol verkaufen.

    Darüber hinaus dürfen ab Samstag bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen maximal noch zehn statt bisher 25 Teilnehmer zusammenkommen, so die Stadt. Im Freien liegt die Obergrenze seit 3. Oktober bei 50. Allerdings dürfen sich im öffentlichen Raum im Freien von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten versammeln.

    Kritik

    Die Berliner Gastronomie hat die Sperrstunde bereits heftig kritisiert. Eine Sperrstunde war in der Hauptstadt bisher unbekannt.

    Mehrere Gastronomen gehen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht nun gegen die neue Regelung vor. Mit einer Entscheidung ist nach Angaben des Gerichts wohl in der kommenden Woche zu rechnen.

    Pandemie-Lage in Deutschland und weltweit

    Nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) beträgt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle mehr als 36,9 Millionen weltweit. Bislang sind mehr als eine Million Corona-Patienten gestorben.

    In Deutschland wurden dem RKI zufolge 319.381 Corona-Infizierte registriert. Bis Samstagmitternacht wurden demnach 4721 neue Infektionsfälle festgestellt. Insgesamt starben dem RKI zufolge 9604 Patienten (Stand am Samstag) an der durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Lungenerkrankung, was ein Plus von 15 Todesfällen im Vergleich zum Vortag bedeutet.

    mo/ae/dpa

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