06:26 20 Oktober 2020
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    In ihrem Podcast am Samstag hat die Bundeskanzlerin zu größeren Anstrengungen der Weltgemeinschaft in der Bekämpfung von Hunger in der Welt aufgerufen.

    Das wichtigste Ziel bleibe es, den Hunger bis 2030 zu besiegen, dazu trage vor allem das Welternährungsprogramm bei, so Merkel. Trotzt aller Maßnahmen müssten derzeit mehr als 820 Millionen Menschen – „eine unfassbare große Zahl“ – Hunger leiden.

    „Das kann uns nicht ruhen lassen und zeigt, dass die Anstrengungen der Weltgemeinschaft weiter ausgebaut werden müssen“, betonte die Bundeskanzlerin.

    Schon wegen der Folgen des Klimawandels brauche man einen Übergang des Welternährungssystems hin zu mehr Nachhaltigkeit, hieß es weiter. Dies sei nur durch internationale Maßnahmen und weltweite Solidarität möglich.

    Einige Fortschritte sind zuletzt erzielt worden, betonte Merkel. So hätten die großen Industrienationen (G7) 22 Milliarden Dollar an Unterstützung zugesagt. Und im Kreis der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) hätten die Agrarminister wichtige Maßnahmen beschlossen, um Produktion und Produktivität der Landwirtschaft zu steigern.

    LKW von UN-Welternährungsprogramm (WFP) in Kongo (Archivbild)
    © REUTERS / Alissa Everett (ARCHIVFOTO)
    Am Freitag hatte das norwegische Nobelkomitee bekannt gegeben, dass der diesjährige Friedensnobelpreis an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) geht. Damit werde auch das Bekenntnis dieser Organisation zu internationaler Verantwortung und internationaler Solidarität anerkannt, sagte Merkel in ihrer Videobotschaft. „Wir werden den Hunger in der Welt wie viele andere große Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam in den Griff bekommen.“

    ekn/ae/dpa

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    Tags:
    Friedensnobelpreis, Weltgemeinschaft, Klimawandel, Hunger, Angela Merkel