21:14 23 November 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    8426
    Abonnieren

    Ein Kollaps droht den Krankenhäusern in Deutschland durch die Erhöhung der Anzahl von Covid-19-Patienten nicht, allerdings könnte es zu Engpässen in anderen Bereichen kommen.

    Gerade diese Meinung äußerte Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ am Dienstag. Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek sprach dort zu dem Thema.

    Kluge sagte, dass aktuell sechs Prozent der „Testpositiven“ im Krankenhaus stationär aufgenommen würden.

    Auf eine Intensivstation müssten demnach etwa zwei Prozent. „Noch relativ moderat“ sei heute die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19.

    Das Gesundheitswesen sei auch auf weiter zunehmende Zahlen der Patienten vorbereitet: „Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren“, sagte Kluge.

    Es gebe aktuell ausreichend freie Intensivbetten. Der Engpass sei nun das Personal.

    „Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem“, so Kluge.

    Eigentlich sei das schon vor der Corona-Pandemie so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf die Intensivstationen kommen und behandelt werden müssen, müsse das Personal innerhalb der Klinik umverteilt werden.

    „(…) Und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein“, schloss Kluge.

    ek/mt/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Russland droht bei Weitergabe von Kontrollflug-Informationen an USA mit „harter Antwort“
    Nasa unterbricht Live-Stream: Was taucht hier vor ISS auf? – Video
    Waffenschmuggel vermutet: Ankara stoppt Bundeswehreinsatz auf türkischem Frachter
    Tags:
    Engpässe, Personal, Betten, Intensivstation, Covid-19