06:12 03 Dezember 2020
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    Laut dem Direktor des Gamaleya-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, wird der russische Impfstoff „Sputnik V“ gegen das neuartige Coronavirus von 85 Prozent der geimpften Personen ohne Nebenwirkungen toleriert.

    „Nebenwirkungen werden bei etwa 15 Prozent der Geimpften beobachtet. Das heißt, es ist nicht schwer zu verstehen, dass 85 Prozent der Geimpften diesen Impfstoff ohne jegliche Nebenwirkungen und ohne jegliche Unannehmlichkeiten für sich selbst tolerieren“, sagte Ginzburg gegenüber dem TV-Sender „Rossiya 24“.

    Unter den möglichen Nebenwirkungen des Impfstoffs vom Gamaleya-Zentrum nannte er einen Temperaturanstieg bis auf 38 Grad, manchmal auch Kopf- und Muskelschmerzen und Rötungen an der Injektionsstelle.

    „Sputnik V“

    Das russische Gesundheitsministerium hatte Anfang August den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Das Serum besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden.

    Im Sommer war „Sputnik V“ an Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren in zwei Phasen erfolgreich getestet worden. Bei allen Probanden wurden Dauerimmunität und Corona-Antikörper nachgewiesen.

    Die Postregistrationsphase der klinischen Studie startete im September. Insgesamt nehmen daran 40.000 Personen teil. Inzwischen wird neben Russland auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Indien und Weißrussland getestet. Die Probanden, denen „Sputnik V“ verabreicht wird, stehen 90 Tage danach unter ärztlicher Aufsicht.

    pd/mt/sna

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    Freiwillige, Nebenwirkungen, Coronavirus, Impfstoff, Wirkung, Gamaleya-Institut