10:59 02 Dezember 2020
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    Bei Protesten in Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) haben mindestens 30 Ordnungshüter laut Berichten lokaler Medien vom Dienstag Verletzungen erlitten. Es kam zu Dutzenden Festnahmen.

    Zu Protesten kam es den Angaben des örtlichen TV-Senders WPVI-TV zufolge am Montagabend (Ortszeit) nach tödlichen Schüssen von Polizisten auf Walter Wallace, einen 27-jährigen Schwarzen.

    Der tragische Zwischenfall ereignete sich laut dem Bericht am Montagnachmittag. Der 27-Jährige soll ein Messer getragen und sich dabei zwei Polizeibeamten genähert haben. Sie hätten ihn aufgefordert, sein Messer wegzulegen, Wallace habe die Forderungen aber ignoriert. Die Polizisten hätten mehrmals auf ihn geschossen. Der Mann sei später für tot erklärt worden. Im Internet tauchte ein mutmaßliches Video des Geschehnisses auf.

    Der Vorfall habe Fragen aufgeworfen und werde untersucht, sagten Bürgermeister Jim Kenny und Polizeipräsidentin Danielle Outlaw in getrennten Erklärungen. Kenny versprach „eine vollständige Untersuchung“.

    Proteste

    Einige Stunden nach den Schüssen habe eine Gruppe Fenster eingeschlagen und Fahrzeuge beschädigt, so der Sender. In der Nacht zum Dienstag hätten Protestler Müllcontainer in Brand gesteckt.

    Zum Stand von Dienstagmorgen (Ortszeit) seien nach Polizeiangaben 33 Menschen im Zusammenhang mit den Unruhen festgenommen worden, rund einer Hälfe von ihnen sei Plünderung vorgeworfen worden. Auf sozialen Netzwerken erschienen am Dienstag Aufnahmen, die Auseinandersetzungen mit Polizisten sowie Attacken auf Geschäfte und Plünderungen in der Stadt zeigen sollen.

    Viele Beamte sind laut dem Sender von Ziegelsteinen und anderen Gegenständen getroffen und verletzt worden. Eine 56-jährige Polizistin sei von einem Pickup angefahren worden. Sie sei mit gebrochenem Bein in einem stabilen Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden.

    Rassismus-Debatte nach Tod von George Floyd

    In den USA gibt es seit Monaten eine Debatte über Polizeigewalt gegen Schwarze. Auslöser war der Tod des 46-jährigen Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota).

    Floyds Tod führte in zahlreichen Städten der USA und in anderen Ländern zu einer Welle von Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern. In einigen Städten kam es zu Krawallen und Plünderungen.

    mo/mt

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