12:05 02 Dezember 2020
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    Die Deutsche Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und fünf andere Forschungsgemeinschaften bestehen auf einer drastischen Reduzierung von sozialen Kontakten während der Corona-Pandemie.

    Aufgrund stark zunehmender Infektionszahlen sei eine Verringerung von Kontakten ohne Vorsichtsmaßnahmen auf ein Viertel erforderlich – dies nach bundesweit einheitlichen Regeln. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Leopoldina, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholz-Gemeinschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibnitz-Gemeinschaft hervor.

    Damit sind alle Kontakte gemeint, die sich ohne derzeit geltende Vorsichts- und Hygienemaßnahmen ereignen.

    „Eine Halbierung der Kontakte ohne Vorsichtsmaßnahmen eines jeden Einzelnen reicht laut wissenschaftlichen Simulationen des möglichen Pandemieverlaufs gegenwärtig nicht aus, um die Zahl von Neuinfizierten pro Woche zu senken“, so die Experten.

    In vielen Teilen Deutschlands sei der Zuwachs der Infektionszahlen nicht mehr kontrollierbar.

    „Je früher eine konsequente Reduktion von Kontakten ohne Vorsichtsmaßnahmen erfolgt, desto kürzer können diese andauern und desto weniger psychische, soziale und wirtschaftliche Kollateralschäden werden diese verursachen“, heißt es weiter.

    Jeder Kontakt, der den Gesundheitsbehörden entgehe, sei der Keim einer neuen Kette von Infektionen, die sich demnach der Kontrolle entziehe.

    „Steigt die Zahl der unerkannten Virusträger weiter signifikant, dann geben immer mehr Personen das Virus weiter, ohne davon zu wissen, und treiben das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen an“, heißt es in der Erklärung.

    Es sei dann entscheidend - nach drei Wochen einer Verringerung der Kontakte - die somit erzielte niedrige Fallzahl durch das Einhalten von bundeseinheitlichen und konsequent verfolgten jeglichen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten.

    Nach Darstellung der Wissenschaftler gehören dazu auch die Einhaltung der sogenannten AHA+L+A-Regeln (Abstands-, Hygiene- und Alltagsmasken, Lüften und Corona-Warn-App).

    ek/mt/dpa

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    Tags:
    Reduzierung, Kontakte, Wissenschaftler, Maßnahmen, Schutz, Infektionen, Corona-Warn-App