19:59 24 November 2020
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    Es habe keine gesundheitlichen Beschwerden bei den Freiwilligen gegeben, die im Sommer an den ersten klinischen Studien mit dem „Sputnik V“-Impfstoff gegen Covid-19 teilgenommen haben. Dies teilte der Direktor des Gamaleja-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, mit.

    „Sie werden nicht offiziell überwacht, aber sie sind in Kontakt. Soweit ich weiß, hat sich keiner von ihnen erkältet, keiner wurde krank oder infizierte sich. Obwohl die klinischen Studien offiziell beendet sind“, sagte Ginzburg.

    Die Postregistrationsphase der Studie werde fortgesetzt, in denen 40.000 Freiwillige geimpft werden sollen. Ein Viertel von ihnen erhalte ein Placebo. So habe die Hälfte der Freiwilligen bereits die erste Komponente des Impfstoffs und 9000 den zweiten Impfstoff erhalten.

    „Es sind keine neuen Nebenwirkungen aufgetreten, bisher ist alles in Ordnung“, fügte der Direktor des Zentrums hinzu.

    Er stellte jedoch fest, dass einige Freiwillige positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. „Laut Statistik gibt es einige PCR-positive und einige Krankheiten, aber sie könnten mit einem Placebo injiziert worden sein. Wir können erst Mitte November vorläufige Daten zusammenfassen“, erklärte Ginzburg.

    „Sputnik V“

    Das russische Gesundheitsministerium hatte Anfang August den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Das Serum besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden.

    Im Sommer war „Sputnik V“ an Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren in zwei Phasen erfolgreich getestet worden. Bei allen Probanden wurden Dauerimmunität und Corona-Antikörper nachgewiesen.

    Die Postregistrationsphase der klinischen Studie startete im September. Insgesamt nehmen daran 40.000 Personen teil. Inzwischen wird neben Russland auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Indien und Weißrussland getestet. Die Probanden, denen „Sputnik V“ verabreicht wird, stehen 90 Tage danach unter ärztlicher Aufsicht.

    aa/sna/sb

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    Tags:
    Beschwerden, Placebo, Nebenwirkungen, Impfstoff, Teilnehmer, Studie, Sputnik-V