11:18 02 Dezember 2020
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    Nach dem Bekanntwerden einer Corona-Infektion beim Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), wird intensiv nach Kontaktpersonen gesucht. Dem Regierungssprecher Florian Engels zufolge habe Woidke am Dienstag die Nachricht erhalten, dass sein Corona-Test positiv ausgefallen war.

    Wie der Sprecher am Dienstag in Potsdam sagte, sei bisher nicht nachvollziehbar, wann und wo sich Woidke angesteckt habe. Es gehe bei der Rückverfolgung von Kontakten um Termine ab dem vergangenen Freitag. Eine Sitzung des Kabinetts an diesem Dienstag ist als Telefonkonferenz vorgesehen.

    Am Samstag war Woidke bei der Einweihung des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) dabei. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der auch dort war, begibt sich laut einer Sprecherin in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) - ebenfalls bei der Eröffnungszeremonie anwesend - verließ am Dienstag die laufende Senatssitzung. Er wollte sich nach Angaben aus Senatskreisen auf das Coronavirus testen lassen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will sich ebenfalls testen lassen. Bis zum Ergebnis werde er sich in Quarantäne begeben, sagte Lütke Daldrup.

    Woidke nahm am Freitagvormittag an einer Corona-Sondersitzung des Landtags teil. Dort gilt Maskenpflicht, im Plenarsaal darf die Bedeckung bei Einhaltung des Mindestabstands und bei geeignetem Schutz abgenommen werden. Am Freitagnachmittag äußerte sich Woidke nach einer telefonischen Kabinettssitzung in einer Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und Innenminister Michael Stübgen (CDU), wo er laut Regierungssprecher Mund-Nasen-Schutz trug, wenn er nicht am Mikrofon stand.

    Das Gesundheitsamt Spree-Neiße hat laut SPD-Fraktionschef Erik Stohn alle, die mindestens 15 Minuten direkten Kontakt zu Woidke hatten, aufgefordert, in Quarantäne zu gehen. Woidke hat seinen Wohnsitz in Forst im Kreis Spree-Neiße. Staatskanzleichefin Kathrin Schneider habe sich in Quarantäne begeben, sagte Stohn. Auch Stübgen habe sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben und sich testen lassen, teilte  Ministeriumssprecher Martin Burmeister mit.

    ls/mt/dpa

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    Coronavirus, Dietmar Woidke