19:36 23 November 2020
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    Die Europäische Union (EU) hat keine Daten über die Wirksamkeit des russischen Impfstoffs "Sputnik-V" gegen das neuartige Coronavirus erhalten, teilte eine EU-Quelle gegenüber Reportern in Brüssel am Mittwoch mit.

    „Wir haben keine Informationen über russische oder andere Impfstoffe erhalten. Für die EU steht die Sicherheit an erster Stelle. Dies kommt nicht in Frage. Die Daten über die Sicherheit stammen aus dem transparenten Informationsaustausch. Wir hoffen, dass diese Zahl - 92 Prozent -  bestätigt wird, aber zum jetzigen Zeitpunkt haben wir solche Informationen nicht erhalten“, zitiert die Agentur RIA Novosti die Quelle.

    Wirksamkeit von „Sputnik V“ auf 92 Prozent beziffert

    Zuvor hatten das Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau und der russische Direktinvestitionsfonds (RDIF) Angaben zur Effektivität des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ veröffentlicht. Demnach handelt es sich um Zwischenergebnisse. Insgesamt nehmen an der Recherche 40.000 Freiwillige teil. Das Präparat soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Die Analyse sei 21 Tage nach der Verabreichung der ersten Dose des Impfstoffs oder des Placebos durchgeführt worden. Es gebe 20 Fälle der Erkrankung an Covid-19.

    „Auf der Grundlage der Verteilung der 20 bestätigten Fälle (registriert sowohl in der Kontrollgruppe als auch in der geimpften Gruppe) wurde festgestellt, dass die Wirksamkeit von ‚Sputnik V‘ bei 92 Prozent liegt“, hieß es.

    Brüssel billigt Vertrag für Corona-Impfstoff von BioNTech

    Die EU-Kommission billigte am Mittwoch formal den Rahmenvertrag mit den Firmen BioNTech und Pfizer. Somit kann die EU bis zu 300 Millionen Dosen des vielversprechenden Corona-Impfstoffs kaufen. Deutschland und den übrigen EU-Staaten stehen damit Bezugsrechte für den Impfstoff zu, sobald dieser eine Zulassung bekommt. Wann das soweit ist, ist offen.

    Die EU-Kommission hat auch mit drei weiteren Impfstoffherstellern ähnliche Rahmenverträge geschlossen – mit Johnson&Johnson, AstraZeneca und Sanofi-GSK. Auch sie haben aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten am Start. BioNTech und Pfizer hatten am Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Daten aus ihren klinischen Tests vorgelegt.

    Noch hat aber keiner der Hersteller eine Zulassung für den europäischen Markt. Diese muss bei der Arzneimittelagentur EMA beantragt werden, sobald ausreichende Daten aus klinischen Tests vorliegen.

    pd/mt/dpa/sna

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    Informationen, Sicherheit, wirksam, Daten, Sputnik-V, Impfstoff, EU