16:07 28 November 2020
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    Türkische Einsatzkräfte sind in mehreren Provinzen gegen viele Justiz-Vertreter vorgegangen. Wie die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag meldete, seien am Morgen insgesamt 72 Personen festgenommen worden – darunter 24 Anwälte und mehrere Ärzte.

    In der Mitteilung hieß es, die Staatsanwaltschaft hätte im südöstlichen Diyarbakir insgesamt 101 Festnahmen angeordnet.

    Die Festgenommenen werden unter anderem beschuldigt, Mitglieder der kurdischen Nicht-Regierungs-Organisation DTK zu sein. Die türkische Führung sieht die DTK als Ableger der als terroristisch eingestuften und verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK an.

    Der Vorsitzende der Anwaltskammer in Diyarbakir, Cihan Aydin, schrieb auf Twitter, die Gründe für diese Festnahmen seien, dass die Namen der Verdächtigen in Unterlagen der DTK erwähnt worden seien.

    Darüber hinaus wurden am Freitag der Bürgermeister des Landkreises Menemen in der westtürkischen Provinz Izmir und 21 weitere Personen festgenommen. Laut Medienberichten werden sie unter anderem der Bestechung und des Amtsmissbrauchs beschuldigt.

    Menemens Bürgermeister und Mitglied der kemalistischen Partei CHP, Serdar Aksoy, hatte wegen der Vorwürfe zuvor seinen Austritt aus der Partei angekündigt.

    ek/sb/dpa

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    Ärzte, Anwälte, festgenommen, Spezialeinsatzkräfte, Türkei