10:54 27 November 2020
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    Seit 2008 organisiert das Deutsch-Russische Forum einen Sprachwettbewerb an Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Spiel soll Begeisterung für das Russischlernen gewonnen werden – in Zeiten von Pandemie und Abstand eine Gemeinsamkeit, die zusammenrücken lässt, so Vorstand Matthias Platzeck. Das Interesse an Russland sei ungebrochen.

    Mehrtägige Reisen nach Moskau und St. Petersburg als Hauptgewinn: Es sei ein Traum, der wahr würde, so einer der jugendlichen Preisträger zum in der vergangenen Woche erfolgreich bestrittenen diesjährigen Bundescup „Spielend Russisch lernen“.

    Trophäe geht nach Bayern

    In der vergangenen Woche haben Anastasia Müller und Patrick Oppenauer vom Begabtenstützpunkt des Holbein-Gymnasiums Augsburg (Bayern) beim ersten digitalen Finale des Russisch-Cups als Team gewonnen. Auch die Zweitplatzierten Katharina Schweigert und Leonie Neuhäuser vom Herzog-Johann-Gymnasium in Simmern (Rheinland-Pfalz) dürfen nach Russland reisen und fünf Tage lang die Stadt Peters des Großen erkunden. Den Drittplatzierten Tom Tropschuh und Michel Fürtig vom Bernhard-von-Cotta-Gymnasium in Brand-Erbisdorf (Sachsen) winkt ein Kurztrip nach Moskau.

    In diesem Jahr nahmen 80 Schulen aus ganz Deutschland und der Schweiz am Bundescup teil: In zehn regionalen Runden wurden vorab die Regionalsieger virtuell oder in Präsenz erspielt – coronabedingt eine Herausforderung für alle Beteiligten.

    „Gerade in Zeiten, in denen der persönliche Austausch auf Abstand gehen muss, schafft das Erlernen einer Fremdsprache Gemeinsamkeiten über Klassenräume hinweg. Unser länderübergreifender Sprachenwettbewerb lässt Jugendliche auf diese Weise ein wenig zusammenrücken und eröffnet bei der Auseinandersetzung mit der russischen Sprache gleichzeitig Einblicke in eine neue Sprachenwelt und Kultur“, so Matthias Platzeck, Vorsitzender des Vorstands des Deutsch-Russischen Forums in einer Mitteilung.

    Würfeln – Russisch pauken – Gewinnen

    Bereits seit 13 Jahren organisiert das Deutsch-Russische Forum den Bundescup, um spielerisch mehr Schüler für das Erlernen der russischen Sprache zu interessieren. Es sollen dabei auch Jugendliche erreicht werden, die bislang keinen Zugang zu dieser Sprache hatten. Rund 60.000 Schüler haben seit 2008 beim Sprachturnier mitgemacht.

    Grundlage des Wettbewerbs ist die deutsch-russische Ausgabe des Sprachlernspiels „¡New Amici!“ (engl./ital.: Neue Freunde), das auch ohne Russischkenntnisse spielbar ist. Außer Vokabeln vermittelt das Spiel Informationen über Land und Leute.

    „Mich freut zu sehen, dass das Interesse an Russland – an dem Land und seinen Menschen – ungebrochen ist und dass die Russische Sprache noch immer eine große Anziehungskraft ausübt“, so Platzeck in seiner Videoansprache.

    Als eine „wunderbare Tradition“ bezeichnete der russische Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, den Wettbewerb in seinem Grußwort.

    „Für uns ist wichtig, dass Deutschland und Russland eng zusammenkommen – und das geht nur über Sprache, denn sie ist der Schlüssel“, so Thomas Rabl von Gazprom Germania. Das Energieunternehmen ist einer der Sponsoren des Cups. 

    Da Russisch als schwer gilt, soll der Bundescup Lehrern eine Gelegenheit bieten, Jugendlichen eine positive erste Erfahrung mit dieser Sprache zu ermöglichen und auf das Unterrichtsfach an ihrer Schule aufmerksam zu machen.

    Der Bundescup „Spielend Russisch lernen“ wird in Kooperation mit der Stiftung „Russki Mir“ veranstaltet. Partner sind zudem die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Goethe-Institut Russland, der Deutsche Russischlehrerverband und der Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit. Neben Gazprom Germania fördern die Globus-Stiftung sowie Lernidee Erlebnisreisen das Turnier.

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    Tags:
    Russisch, Deutsch-Russisches Forum, Matthias Platzeck