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08:26 22 September 2019
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     „Die Politik führt Experimente mit Kindern durch“ – Gender-Kritiker Kutscher

    „Die Politik führt Experimente mit Kindern durch“ – Gender-Kritiker Kutschera exklusiv

    © Sputnik / Wladimir Sergejew
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    Seine Thesen zur „Ehe für Alle“ und Gender-Ideologie im 2018 erschienenen Buch „Das Gender-Paradoxon“ sind kontrovers diskutiert worden, nun muss sich der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera vor Gericht verantworten. Allerdings nicht fürs Buch, sondern für ein Interview mit dem Portal kath.net, in dem er einen recht harschen Ton angeschlagen hat.

    Für den Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera handelt es sich beim gegen ihn laufenden Prozess um eine Wiederkehr der „Bücherverbrennung“. Sein Buch „Das Gender-Paradoxon“ wurde in der Tat nach Erscheinen sehr kontrovers diskutiert. Vor Gericht muss er sich aber wegen eines Interviews verantworten, das er kath.net gegeben hat und in dem er ein Adoptionsrecht für Homo-Ehen als „staatlich geförderte Pädophilie“ bezeichnet hatte und Fälle von „schwerstem Kindesmissbrauch“ auf die Gesellschaft zukommen sah. In etlichen rechtskonservativen Medien fand die Position des Evolutionsbiologen Zuspruch und eine positive Beleuchtung, linksliberale und LGBT-freundliche Medien wie queer.de dagegen verurteilten die Ansichten und die zuweilen polemischen Formulierungen des Wissenschaftlers sowie die Wahl der Portale, mit denen er bereit war zu sprechen. Sputnik wollte von Kutschera wissen, wie er das Gerichtsverfahren gegen sich sieht und mehr über den Hintergrund seiner Theorie erfahren.

    Herr Professor Kutschera, wie würden Sie das einschätzen: Geht man aus politischen Gründen gerichtlich gegen sie vor oder handelt es sich um Beleidigungen von Vertretern der Schwulen- und Lesben-Community? Behindert das Streben nach einer toleranten Gesellschaft Ihre wissenschaftliche Arbeit?

    Ja, den Fall würde ich als Kombination beider Phänomene sehen. Auf der einen Seite bin ich schon seit vielen Jahren als politisch inkorrekter Wissenschaftler – ich arbeite in Deutschland und Kalifornien – praktisch auffällig geworden. Ich habe mich mit dem Kreationismus auseinander gesetzt vor zehn Jahren und mich gegen Homöopathie ausgesprochen. Ich habe mich gegen die biologische Landwirtschaft positioniert, dann kürzlich auch gegen die Klimawandel-Hysterie und in diesen Kontext müssen sie jetzt auch meine Kritik stellen. An der Frau-gleich-Mann-Ideologie, die unter dem Begriff „Gender-Theorie“ daher kommt, wobei Theorien in der Wissenschaft immer auf Fakten basieren. Ich kann keine wirklichen Tatsachen erkennen, die mir belegen würden, dass Männer und Frauen so ähnlich sind und eben nicht die Verschiedenheiten zeigen, die die Biologie seit Jahrhunderten kennt.

    Sie sagen, dass Sie gegen jegliche Diskriminierung homosexueller Menschen sind, aber gleichzeitig sprechen Sie sich dafür aus, dass diese keine Ehe eingehen und keine Kinder adoptieren dürfen. Ist das nicht ein Widerspruch?

    Nein, das ist kein Widerspruch. Das habe ich in meinem Fachbuch „Das Gender-Paradoxon“ beschrieben. Die Sache steht eigentlich im Mittelpunkt der Anklage, das ist im Grund eine Bücherverbrennung, die wir hier haben. Ein Fachbuch wird erstmals so scharf attackiert, dass der Autor vor Gericht gestellt wird. Nein, ich habe im persönlichen wie im beruflichen Umfeld, vor allem auch in Kalifornien, mit schwulen Biologen, zwei an der Zahl, seit Jahren eine hervorragende Zusammenarbeit. Das klappt ganz toll. Ich hab natürlich keinerlei Vorbehalte gegen schwule Männer oder lesbische Frauen, schon deshalb auch nicht, weil es sich um eine angeborene Veranlagung handelt. Kein Mensch kann was dafür, welche Prozesse bei ihm vorgeburtlich abgelaufen sind. Ich bin auch unschuldig an meinem Fanatismus, wenn es um die Biologie geht. Ich beschäftige mich seit meinem zehnten Lebensjahr mit der Biologie, nebenher bin ich auch noch Musikproduzent, ich habe also auch Musik studiert. Ich kann auch nichts für meine extreme Veranlagung, die ich eben in der Beziehung habe, deshalb bin ich auch gegen jegliche Form der Diskriminierung.

    Der Punkt ist aber, dass bei der Ehe zwei Geschlechter notwendig sind. Dazu habe ich folgende Meinung. Ein Staat schützt die Verbindung zwischen Mann und Frau aus einem ganz trivialen Grund: Weil der Staat nur bestehen kann, wenn es leibliche, das heißt eigene, das heißt selbstproduzierte Kinder gibt. Wenn fremde Kinder adoptiert werden, werden die ihren Eltern woanders weggenommen. Das heißt, ich bin schon dafür, dass die Ehe zwischen Mann und Frau definiert sein sollte, von mir aus können die schwulen und lesbischen Personen irgendwelche Verbindungen eingehen, die der Ehe ähnlich sind, aber betrachten wir einmal zum Beispiel: der Begriff „Ehegatte“. Wie will eine Frau 1 eine Frau 2 begatten? Wir Biologen wissen, wie die Begattungsorgane heißen im Tierreich, und bei Menschen heißen sie genauso wie beim Regenwurm. Es ist so, dass man dann von „Ehegatten-Splitting“ spricht. Das impliziert doch, dass es zwei verheiratete Personen gibt, die sich per definitionem „begatten“ können und Begattung ist eine innere Befruchtung, das wissen wir Biologen seit 300 Jahren. Das ist so widersprüchlich, dass ich da als Naturwissenschaftler etwas dagegen halten muss und solche Aussagen nimmt man mir massiv übel.

    Kommen wir zur Adoption: Ich bin selber Vater von fünf Kindern und beschäftige mich seit 40 Jahren mit der Entwicklungsphysiologie bestimmter Tiere, die sich aber im Prinzip analog verhalten wie Menschen. Ich studiere die Literatur, habe 20 Jahre lang an meiner Universität hier als Zweitprüfer in der Humanbiologie agiert. Somit kann ich also ein sehr großes Kompetenzfeld mitbringen, habe tausende von Publikationen gelesen zu dem Thema und kann Ihnen definitiv sagen, Kinder benötigen, um sich psychisch gesund zu entwickeln, nicht nur die leibliche Mutter, sondern auch den biologischen Erzeuger, den Vater. Das heißt den DNA-Faden-Lieferant, Spermien-Bereitsteller genannt. Sobald ein Elternteil fehlt, gibt es natürlich ein Problem: Eine Defekt-Situation. Eltern können sterben, Eltern lassen sich scheiden usw. Sobald sowas fehlt, haben wir praktisch eine Mangel-Situation, eine Defekt-Situation, die für die Kinder problematisch ist und ich sehe überhaupt nicht ein, warum der Staat ohne äußere Not eine derartige Defekt- oder Mangel-Verbindung praktisch per Gesetz erlaubt, die immer auf Kosten bzw. zu Lasten der Kinder geht. Kinder sind die schwächsten Glieder in der Gesellschaft, Kinder sind unsere Zukunft und Hoffnung für eine bessere Welt.

    Ohne Kinder stirbt ein Staat aus. Und genau diesen Kindern gegenüber fühle ich mich als ein Advokat, ich habe mich immer primär für die Rechte der Kinder eingesetzt. Es gibt ein Recht der Kinder auf Vater und Mutter, es gibt hingegen kein Recht für erwachsene Menschen auf Nachwuchs. Ich hab auch kein Recht darauf im Lotto zu gewinnen. Das ist meine Position und die könnte ich Ihnen jetzt unter Verweis auf zahlreiche, sehr solide wissenschaftliche Quellen belegen. Das ist nicht einfach so von mir als Sohn armer Eltern dahergeredet.

    Da wollte ich mal fragen, auf welchen Daten beruhen dann Ihre Erkenntnisse? Und gibt es da auch konkurrierende Erklärungsmodelle? Oder sehen Sie ihre Ergebnisse als alternativlos?

    Das kann ich Ihnen ganz einfach beantworten. Schauen Sie: Es geht hier um die Kernfrage. Benötigen Kinder zur optimalen körperlichen, geistigen, psychischen Entwicklung Vater und Mutter oder geht das auch mit zwei Männern oder zwei Frauen, wobei dann immer ein natürlicher Elternteil fehlt bzw. ersetzt worden ist. Dazu gibt es wissenschaftliche Studien, bei denen erwachsene Männer und Frauen gefragt worden sind, die bei schwulen Männerpaaren oder lesbischen Frauenpaaren aufgewachsen sind und dann rückblickend ihre Jugend bewerten. Das sind Studien, auf die ich mich berufe, da gibt es Monographien, da gibt es Einzelstudien, das habe ich alles in meiner Bibliothek vorliegen, das wird auch irgendwann monographisch natürlich publiziert. Das ist das eine, darauf berufe ich mich.

    Zweitens gibt es Studien, da werden jetzt heteronormale Eltern, also Vater, Mutter, Kind, und schwule Männerpaare, also Mann-Mann, Adoptivkind, lesbische Frauenpaare, Frau-Frau, Adoptivkind oder eben künstlich befruchtete Wesen, befragt. Und bei diesen zweiten Studien sagen natürlich die schwulen Eltern oder lesbischen Frauenpaare nichts Negatives. Warum sollten sie auch? Adoptiveltern sagen dann: „Ja, unserem Kind geht es super. Das Kind entwickelt sich gut.“ Und diese ersten Studien, wo die Erwachsenen gefragt werden, wie sie die Jugend erlebt haben und welche Probleme es gab, da kommt ein vernichtend negatives Urteil raus und darauf berufe ich mich.

    Natürlich sagen Eltern, die gefragt werden, vor allem wenn es gleichgeschlechtliche Paare sind, nichts Negatives. Aber natürlich gibt es Probleme mit Kindern, es gibt immer Probleme. Das ist ganz natürlich. Das wäre ein separates Interview, das hat mit unserer erblichen Veranlagung zu tun. Wir sind mit uns selbst zu hundert Prozent genetisch verwandt. Und wenn Sie jetzt aber natürlich die gleichgeschlechtlichen Eltern fragen, dann sagen sie einfach „Ja, alles gut.“ Und diese Studien gibt es natürlich, die sind zum Teil sogar in seriösen Fachjournalen publiziert. Ich bin aber der Autor von über 300 Publikationen, habe 13 Fachbücher geschrieben und ich bin auch Editor von renommierten Journalen. Ich weiß wie Wissenschaft funktioniert. Sodass ich also auch in einem seriösen Journal eine schlechte, wissenschaftlich-defizitäre Forschungsarbeit identifizieren kann. Das basiert auf meiner 40-järigen Erfahrung als Wissenschaftler und deshalb maße ich mir an aufgrund meines Impact-Faktors, deutliche Worte zu sprechen.

    Wie sehen Sie denn die Adoption generell? Also auch bei heterosexuellen Paaren. Sehen Sie dort auch eine Problematik?

    Adoption ist ein hochriskantes Business. Weil leibliche Eltern mit ihren Kindern zu je 50 Prozent pro Vater und Mutter identisch sind. Es gibt ein sogenanntes genetisches Band Eltern-Kinder. Wenn dieses Band fehlt, haben wir den Stiefvater- bzw. Stiefmutter-Effekt. Dazu gibt es auch hunderte von Studien, die zeigen: Adoption kann gelingen, aber sie kann auch scheitern. Ich würde auch niemals bezweifeln, dass es in Einzelfällen auch schwule Männerpaare und lesbische Frauenpaare gibt, die das irgendwie hinbekommen. Aber im Schnitt – wenn man größere Populationen betrachtet und Durchschnittswerte bildet – sind leibliche Eltern natürlich viel, viel „besser“ geeignet als Adoptiveltern. Deshalb sind Adoptionen immer mit erheblichen Risiken behaftet.

    Monografien und Studien zeigen: Wenn ein Hetero-Paar ein fremdes Kind adoptiert, können Mann und Frau immer noch irgendetwas ausgleichen. Wenn wir aber jetzt ein Homo-Paar oder ein lesbisches Duo haben, dann fehlt einfach der ausgleichende Gegenpart. Außerdem gab es so etwas in der zwei Millionen Jahre langen Stammesentwicklung unserer Gattung und Spezies praktisch nie. Im Grunde greift die Politik hier in die Evolution des Menschen ein und führt Experimente mit unschuldigen Kindern durch. Das lehne ich ab. Ich sehe es als meine Aufgabe als Professor – das heißt Bekenner – als Biologie-Professor, da genau die fachlich korrekten Antworten zu liefern. Auch wenn ich noch ein paarmal vor Gericht gezerrt werde. Da muss ich jetzt ganz einfach durch.

    Hatten Sie denn bei der Darstellung Ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse diese Reaktionen vorhergesehen?

    Ja natürlich. Im Darwin-Jahr 2009 hatte ich einen Bestseller – „Tatsache Evolution“. Damals wurde ich gebeten, mich doch bitte auch kritisch mit der Gender-Ideologie zu beschäftigen. Mir wurde damals Material zugeschickt. Ich habe mich 10 Jahre lang mit dem Thema beschäftigt. Man hat mich damals eindringlich gewarnt: ‚Wenn Sie sich zum Thema Gender positionieren und klare wissenschaftliche Aussagen treffen – wie zum Kreationismus – werden Sie riesengroße Probleme bekommen.‘ Das habe ich vorhergesehen. Was mich verblüfft hat, ist, dass in der Tat das Gerichtsverfahren eröffnet worden ist. Von den Tatsachen her, gibt es überhaupt nichts, was mir irgendjemand vorhalten kann. Alle meine Aussagen sind von A bis Z durch unzählige wissenschaftliche Studien belegt. Diese Informationen liegen alle bei meinen Anklägern vor. Das wissen die alle.

    Das Kath.net-Interview wirkt vom Grundton her sehr polemisch. Mit Polemik macht man sich auch angreifbar. Warum haben Sie sich im Interview dennoch für diesen Ton entschieden?

    Ich habe vor wenigen Tagen auf Kath.net ein Interview publiziert, wo ich im Grunde das Zugeständnis gemacht habe, dass meine damaligen Ausführungen zu deutlich formuliert waren. Ich beschäftige mich schon seit vier Jahrzehnten mit Wissenschaft. Wenn man jahrzehntelang wissenschaftlich logisch arbeitet und denkt, wird man betriebsblind. Ich habe nicht realisiert, dass andere Menschen anders ticken als ich.

    Ich habe inzwischen verstanden, dass solche drastischen, deutlich harten Aussagen von vielen Leuten missverstanden werden. Vor allem wenn diesen Menschen das gesamte biologische Wissen fehlt. Dazu kommt, dass das Interview, für das ich vor Gericht gezogen worden bin, sich zu 100 Prozent auf das Gender-Fachbuch konzentriert. Es ist praktisch ein Kommentar zu diesem Fachbuch. Wenn Sie das Buch nicht kennen, verstehen Sie das Interview gar nicht. Im Buch sind alle Dinge belegt. Ich gebe aber zu: Manche Dinge hätte ich weicher formulieren sollen. Vor allem: Man kann nicht voraussetzen, dass der Durchschnittsmensch die wissenschaftliche Denkweise beherrscht. Zum Beispiel: Sexualität bzw. Sex steht in der Biologie seit 300 Jahren für Befruchtung.

    Wenn die Leute das nicht verstehen, dann können Sie überhaupt nicht nachvollziehen, was ich damit sagen wollte. Das ist das andere Problem.

    Im Jahr 2009 machte eine Studie Schlagzeilen, die gezeigt haben will, dass es Kindern gleichgeschlechtlicher Paare „nicht schlechter“ geht als Kindern klassischer Familien. Wie schätzen Sie diese Studie ein? Ich vermute, das haben Sie schon beantwortet, weil da geht es wieder darum, dass Homo-Paare sagen: „Unseren Kindern geht es gut.“

    Ich berufe mich auf echte wissenschaftliche, neutral geführte Studien. Diese zeigen klipp und klar rückblickend, dass Kinder, denen ein Elternteil entzogen worden ist, im Durchschnitt immense Probleme haben. Sie beschweren sich sogar ganz massiv und fragen nach dem fehlenden Elternteil. Die Schlüsselbegriffe lauten: „Vater-Entbehrung.“ Pubertierende Mädchen, die sich die Pulsadern aufschlitzen, sind in 90 Prozent aller Fälle Opfer der Vater-Entbehrung. Was es bedeutet, ohne Mutter aufzuwachsen? Wenn Sie sich vorstellen, was macht dieses Kind beim Muttertag? Es gibt Studien, auf die ich mich berufe. Das habe ich in meinen Büchern und auch in anderen Interviews aufgeführt.

    Bei der von Ihnen genannten Studie wurden die Erzieher bzw. Elternpaare gefragt. Eltern (also Mann und Frau) geben durchaus zu, dass sie Probleme mit ihren Kindern haben, während schwule und lesbische Paare natürlich die Freiheit haben bei solchen Interviews zu sagen, bei uns ist alles okay. Wenn Sie jedoch die Erwachsenen fragen, wie war es ohne Mutter oder Vater aufzuwachsen, dann erfahren Sie die Wahrheit. Und genau diese Wahrheit habe ich in meinen Fachbüchern und in meinen Interviews an die Öffentlichkeit gebracht. Dafür wurde ich angezeigt und muss mich jetzt vor Gericht verantworten. Soweit sind wir inzwischen gekommen, dass wissenschaftliche Fakten durch juristische Maßnahmen praktisch unterdrückt werden sollen.

    Letzte Frage: Sie wollten ausführlich über Peter Tschaikowski reden?

    In meinem Fachbuch spielt der russische Komponist Peter Tschaikowski eine ganz entscheidende Rolle. Auch in Bezug auf die Konversions-Therapie. Ich selbst bin ein großer Tschaikowski-Fan. Für mich ist er einer der größten Komponisten aller Zeiten. Er war ein geborener Homo-Erotiker und war gleichgeschlechtlich veranlagt. Wir wissen, welche biochemischen Prozesse da vorgeburtlich ablaufen. Schwule Männer haben in der Phase der Embryo-Genese hormonelle oder immunologische Veränderungen erfahren, die dazu geführt haben, dass sie eben nicht auf Frauen, sondern auf Männer erotisch gepolt sind. Bei Tschaikowski war es ganz eindeutig der „Fraternal-Birth-Order-Effect.“ Tschaikowski war das vierte oder fünfte Kind derselben Mutter. Nach mehreren Söhnen bildet der mütterliche Körper Abwehrstoffe, so dass die Synapsen-Entwicklung sich im embryonalen Embryo anders darstellt als normal. All das wissen die Biologen. Wir Biologen wissen ganz viel darüber.

    Tschaikowski war von Geburt an ein homoerotisch veranlagter Mann. Er wollte sich diese Veranlagung aberziehen, in dem er mit 38 Jahren eine 20-jährige Verehrerin, die Antonia, geheiratet hat. Das war seine Konversions-Therapie. Wissen Sie, wie das ausgegangen ist? Ich habe das in meinem Buch mit Verweis auf Originalquellen beschrieben. Tschaikowski konnte seine Frau nicht einmal berühren. Das hat dazu geführt, dass er sinngemäß geschrieben hat: ‚Der Körper meiner attraktiven 20-jährigen Ehefrau ist mir zuwider als wäre sie eine Spinne.‘ Daraus habe ich dann den Fachbegriff der „Hetero-Phobie“ abgeleitet. Das hat aber so geendet, dass er mit der Frau gar nichts anfangen konnte. Er konnte die Frau nicht einmal in den Arm nehmen, von Befruchtung war gar nicht die Rede. Das hatte dazu geführt, dass er einen Selbstmordversuch unternommen hat. Die Antonia war natürlich gekränkt, hat sich aber bis zum Tod nie scheiden lassen. Daraufhin hat Tschaikowski auch alle Frauen gemieden.

    Am Beispiel Peter Tschaikowski sieht man, dass homoerotische Veranlagung angeboren ist. Dass der „Fraternal-Birth-Order-Effect“ wirklich realisiert ist. Dass sich Männer, die schwul geboren sind, sich nicht umpolen lassen können.

    Mehr Informationen unter: www.evolutionsbiologen.de sowie www.uvasonar.de/pool/comp/ukutschera

    Das Interview mit Ulrich Kutschera in voller Länge:

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    Tags:
    Ulrich Kutschera, Ehe für alle, Gender, LGBT