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12:04 19 Oktober 2019
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    „Verschwörungstheoretiker ist ein politischer Kampfbegriff“ – Exklusiv-Video

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    Der Autor des Buchs „Im Spinnennetz der Geheimdienste“ (2019 im Westend Verlag), Patrik Baab, nimmt im exklusiven Studio-Interview Stellung zum Vorwurf, er sei „Verschwörungstheoretiker“. Der investigative Journalist betont: „Ich liefere Fakten in meinem Buch.“ Darunter echte Nato-Geheimdokumente und Gespräche mit schwedischen Kriminalisten.

    Der Kieler Investigativ-Journalist und Buchautor Patrik Baab recherchiert seit Jahren zu den Bereichen Geheimdienste, hintergründige Machtstrukturen und politische Attentate. Aus seiner Zusammenarbeit mit dem US-Politikwissenschaftler Robert E. Harkavy – ein renommierter Experte für den internationalen Waffenhandel – ist das Buch „Im Spinnennetz der Geheimdienste. Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?“ entstanden. Es ist 2019 in neuer und erweiterter Auflage im Westend Verlag erschienen und im Handel erhältlich.

    Im exklusiven Sputnik-Studiogespräch erklärt der investigative Journalist Baab, wieso er trotz seiner ernsthaften Recherchen im In- und Ausland immer noch den Vorwurf zu hören bekommen muss, er sei ein „Verschwörungstheoretiker“. So konnte er im Zuge seiner Recherchen auch echte Nato-Geheimdokumente einsehen, die im Buch mit Quellenangabe zitiert werden.

    Er betonte im Studio-Interview:

    „Unter einer Verschwörungstheorie verstehe ich die Vorstellung, dass eine unsichtbare Hand im Hintergrund das Geschehen im sozialen Raum lenkt, ohne dass die Akteure das merken. Genau darum geht es in diesem Buch nicht. Es geht um politische Interessen und die Art und Weise, wie diese durchgesetzt werden.“ Im Gespräch beschreibt er das aktuell „herrschende Meinungs-Klima“.

    Der norddeutsche Journalist habe sich eben auch mit dem US-Politologen „Robert E. Harkavy zusammen getan, weil wir unterschiedliche politische Grundüberzeugungen haben. Wir wollten so eine vorschnelle Färbung in der Recherche ausschließen.“ Dabei hat das Autoren-Duo unter anderem die vormals geheime Nato-Geheimarmee „Stay Behind“ sehr kritisch untersucht. Baab kenne dazu auch die sozialwissenschaftlichen Arbeiten des Schweizer Historikers Daniele Ganser.

    Wenn er Kritiker zur Rede stelle, die behaupten, er würde „Verschwörungstheorien“ verbreiten, hätten die meisten davon „unser Buch gar nicht gelesen. Möglicherweise würden sie dann diesen Vorwurf gar nicht erheben.“

    Die Buchautoren erhielten im Rahmen ihrer Recherchen jüngst erst die Möglichkeit, ein langes und ausführliches Gespräch mit dem neuen Chef-Ermittler der schwedischen Behörden zum Mordfall Olof Palme zu führen. „Der schwedische Generalstaatsanwalt Krister Petersson ist seit 2017 Chef-Ermittler in Schweden und hat uns in seinem Büro in Stockholm empfangen“, berichtete Baab bereits in einem früheren Sputnik-Interview. Der neue Ermittler im Fall Palme zeigte sich ihm zufolge „insbesondere an unseren Rechercheergebnissen interessiert. An unserer Spur, die den Palme-Mord in Verbindung bringt mit dem internationalen Waffenhandel, mit der Nato-Geheimarmee ‚Stay Behind‘ sowie mit dem (früheren, Anm. d. Red.) Regime in Südafrika und der CIA. Darüber haben wir in Schweden diskutiert.“

    Tags:
    NATO, Uwe Barschel, Olof Palme, William Colby, US-Geheimdienste, Geheimdienste, CIA, Schweden
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