07:02 24 Oktober 2020
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    Exklusiv – Peter-Michael Diestel: „Plötzlich war ich Innenminister und Vizekanzler“

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    DDR 1990 – Erste freie Wahl zur Volkskammer und mit Eiltempo zur deutschen Einheit (26)
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    Peter-Michael Diestel war ein halbes Jahr letzter Innenminister der DDR. Er wollte die Wiedervereinigung, aber er sagt auch: „Ich war glücklich in der DDR“. Im Sputnik-Interview dankt Diestel den Stasi-Mitarbeitern für eine Wende ohne Blutvergießen und erzählt, wie er Putin beim KGB traf.

    - Herr Diestel, Sie sagen: „In der DDR war ich glücklich“. Waren Sie das in der Endphase des Arbeiter- und Bauernstaates 1988/89 auch noch?

    Ich war eigentlich immer glücklich. Wir haben gelacht, getanzt, Kinder gezeugt, wie sicher überall anders auch. Und ich habe einen Beruf erlernt, habe studiert und promoviert. Eingetrübt war mein Glück in der DDR nur von der Erkenntnis, mich irgendwann nicht weiter entwickeln zu können. Die Genossen haben irgendwann gesagt: „Du als Christ, bis hierher und nicht weiter.“

    - Und so wurden Sie 1989 zum Revoluzzer?

    Naja, Revoluzzer... Ich habe mit Freunden 1988 in Leipzig in der Thomaskirche einen christlichen Gesprächskreis gegründet. Daraus haben wir dann 1989 eine Partei gegründet – noch vor dem Neuen Forum und den anderen. Wir haben uns an der CSU orientiert, ohne zu wissen, wie die CSU wirklich ist.

    - Wenige Monate später waren Sie Innenminister des Landes. Der Begriff „Quereinsteiger“ ist hier noch untertrieben, oder?

    So war das zur Wendezeit. Plötzlich wurde man aus seinem bürgerlichen Beruf herausgerissen. Und plötzlich war ich Innenminister und Vizekanzler. Das war schon bizarr. Im Kabinett De Maiziere hatten ja die meisten einen ähnlichen Hintergrund wie ich – Günther Krause, Regine Hildebrandt.

    - Sie übernahmen ja erst einmal das Personal des DDR-Innenministeriums. Standen die nicht alle unter Generalverdacht?

    Also ich habe niemanden kaltgestellt. Ich hatte allerdings von der demokratischen Wahl am 18. März an bis zum 3. Oktober 1990 die Aufgabe, mit einer Million bewaffneten und uniformierten Kommunisten die Sicherheit und den Übergang in ein neues geeintes Deutschland zu gewährleisten. Da konnte man kein „Radikalinski“ sein, der alle an den Laternen aufhängen will, wie das Wolf Biermann und andere wollten, die heute noch jammern, dass kein Blut geflossen ist. Ich bin ausgesprochen stolz darauf, dass es mir gelang, die Generäle der Organe – der NVA, der Staatssicherheit, der Volkspolizei, der Grenztruppen und so weiter für diesen neuen Weg zu gewinnen. Man muss ja anerkennen: Die Deutsche Einheit ging nicht vom Westen, sondern vom Osten aus haben wir die Mauer eingetreten. Wenn die Mächtigen in diesem Land – erst Egon Krenz, dann Hans Modrow, die auf der ersten, heiklen Etappe die Macht und die Gewalt über die Waffen hatten – das nicht zugelassen hätten, dann hätte es ein Blutvergießen gegeben.

    - Sie schreiben in Ihrem Buch, dass man den Stasi-Offizieren sogar dankbar sein kann, dass sie damals keinen blutigen Putsch angezettelt haben.

    Absolut. Ohne die Vernunft der Generäle der Staatssicherheit hätte es diesen friedlichen Weg in die Deutsche Einheit nicht gegeben. Das Gleiche gilt auch für die anderen Sicherheitsorgane. Deshalb bin ich diesem Personenkreis auch mit Demut und Dankbarkeit verbunden. Diejenigen, die die Waffen hatten, hatten ja die Macht. Und das waren fähige Leute. Von uns konnte keiner ein Regiment leiten. Und das war auch bei der Abwicklung wichtig, dass das geordnet geschieht.

    - Dieser Personenkreis wurde allerdings nach der Wende besonders geächtet. Vorher waren es die hellsten Köpfe und später durften sie nur noch als Nachtwächter arbeiten, wenn überhaupt.

    Das hat mich persönlich sehr getroffen, weil ich diesem Personenkreis versprochen hatte – und da kann ich auch für Helmut Kohl sprechen – „Ihr findet euren Platz nach der Deutschen Einheit.“ Ich hatte eine unschöne Begegnung im Hotel Neptun in Warnemünde, als ein großer, breitschultriger Portier mir die Koffer reintragen wollte. Und er bat mich um ein Autogramm. Da stellte sich heraus, das war ein Kapitän zur See, also ein hochqualifizierter Mann, der nun als Portier arbeiten musste. Das hat mich unheimlich berührt. Da wurde mir klar, für diesen Personenkreis, der anständig die Waffen und die Macht abgegeben hatte, ist die Wiedervereinigung schiefgelaufen.

    - Und die Ächtung geht weiter. Die Überprüfung von Bewerbern für den Öffentlichen Dienst auf Stasi-Tätigkeit wurde noch einmal bis 2030 verlängert. Die Wende ist dann über vierzig Jahre her.

    Das erinnert mich an ein faschistoides Tollhaus. Es wird nicht geprüft, was man eventuell bei der Staatssicherheit gemacht hat, es reicht der Kontakt, die Berührung, um den Rest des Lebens ausgegrenzt zu werden. Darunter leiden noch deine Kinder und Enkel. Das ist eine Demütigung, die nicht nötig ist, zumal ja die Ostdeutschen diesen Sieg errungen haben. Für einen Rechtsstaat ist das peinlich. Dazu kam damals, wer diese Stasiberührung nicht hatte, so wie ich, aber aus dem Osten kam und plötzlich erfolgreich wurde, bei dem hat man dann etwas behauptet. So hieß es plötzlich 20 Uhr in der Tagesschau: „Diestel war Oberst des KGB“. Oder der Rheinische Merkur schrieb, ich sei 1972 bei der Stasi gewesen. Da war ich 20 und habe Kühe gemolken. Da musste ich dann gegen prozessieren, was ich natürlich gewonnen habe.

     Peter-Michael Diestel (r.) im Gespräch mit den revoltierenden Häftlingen auf dem Dach einer Untersuchungshaftanstalt in Leipzig, 9. Juli 1990
    Peter-Michael Diestel (r.) im Gespräch mit den revoltierenden Häftlingen auf dem Dach einer Untersuchungshaftanstalt in Leipzig, 9. Juli 1990

    Und noch etwas anderes: Es gab bis 2018 unter den 200 Botschaftern dieser Republik keinen einzigen Ostdeutschen. Erst seit 2018 ist eine Ostdeutsche Botschafterin in Dschibuti, als bisher einzige Ausnahme. Und die Liste geht weiter: es gibt bis heute keinen ostdeutschen General, keinen einzigen Rektor einer wissenschaftlichen Einrichtung im Osten. 80 Prozent der Staatsanwälte und Richter in Ostdeutschland kommen aus dem Westen. Und das alles im 30. Jahr der Deutschen Einheit. Umgekehrt ist natürlich nicht ein ostdeutscher Staatssekretär in einem westdeutschen Landesministerium. Das ist eine krasse Einbahnstraße. Das ist verfassungswidrig und unmoralisch.

    - Zurück zu den Geheimdiensten: Was ist eigentlich mit den Auslandsspionen der DDR geworden?

    Die standen ja dann auch unter meiner Verantwortung und natürlich haben wir uns um sie bemüht. Sie waren ja in den USA oder in anderen Ländern und wären zum Teil mit Todesstrafe oder lebenslanger Haft bedroht gewesen, wenn sie enttarnt worden wären. Die haben wir soweit wie möglich abberufen und fast ausschließlich alle sind nach Moskau oder andere damals noch sozialistische Länder gegangen. Die russische Seite hat hier sehr intelligent mitgearbeitet. Auch mit den bundesdeutschen Kollegen haben wir uns abgestimmt. So konnten Verhaftungen vermieden werden. Eine offizielle Amnestie von Seiten der Bundesregierung hat es jedoch nie gegeben.

    - Waren die westdeutschen Geheimdienste nicht scharf auf die Kenntnisse dieser Spione?

    Klar. Aber es war ja nun mal so, dass die osteuropäischen Geheimdienste den westdeutschen überlegen waren. Wenn wir alles, was wir 1990 an nachrichtendienstlichen Informationen hatten, auf den Tisch gelegt hätten, dann hätte es keine deutsche Einheit gegeben. Dann wäre der Westen blamiert gewesen.

    - Wie war sonst Ihre Zusammenarbeit als Innenminister mit den sowjetischen Behörden?

    Ich hatte sofort engen Kontakt und später eine Freundschaft mit dem russischen Botschafter Wjatscheslaw Kotschemassow. Und der KGB hatte ja wohl auch noch 50.000 Leute in der DDR. Also hab ich auch ganz offiziell mit Generaloberst Nowikow (Anatoli Nowikow, letzter Leiter der Berliner Auslandsdienststelle des KGB, Anm. d. Red.) und seinen Leuten gesprochen, dass man sich kennenlernt und Misstrauen abbaut, um alles, was den Prozess der Deutschen Einheit stören kann, zu vermeiden. Bei einem Treffen war übrigens auch Putin als Dolmetscher für Nowikow dabei. Ich hatte auf sowjetischer Seite ausgesprochen verlässliche und sympathische Gesprächspartner, die letztendlich auch halfen, meinen Besuch in Moskau bei Armeegeneral Krjutschkow (Wladimir Krjutschkow, von 1988 bis 1991 Vorsitzender des sowjetischen Geheimdienstes KGB, Anm. d. Red.) zu organisieren. Auch dieser Besuch verlief überaus positiv für uns Deutsche und zeigte mir, wie klug und aufmerksam man in Moskau das Geschehen in Deutschland verfolgte.

    - Wie war Ihre Einstellung zu den Sowjets zu DDR-Zeiten. Waren das Besatzer für Sie?

    Überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Mein Vater war Offizier in der NVA und ich habe meine Kindheit auf dem Weißen Hirsch in Dresden mit russischen Kindern verbracht. So hab ich mit 3-4 Jahren meine ersten russischen Wörter gelernt. Für mich war die Anwesenheit russischer Soldaten auf dem Gebiet der DDR etwas Notwendiges und Selbstverständliches. Das war eine logische Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg. Das ist damals in Jalta festgelegt worden.

    - Sie haben als Innenminister Honeckers letzten Dienstwagen zugeteilt bekommen. Hatten Sie auch noch persönlich mit Honecker zu tun?

    Ja, ich bekam Honeckers Dienstwagen als Innenminister. Lothar de Maiziere bekam eine gepanzerte Limousine aus dem Westen. Das war für mich damals aber nicht wichtig.

    Ich hatte als Innenminister mehrere Gespräche mit Erich Honecker. Seine große menschliche Enttäuschung bestand darin, dass seine Paladine, Leute, die er gefördert hatte, ihn ans Messer liefern wollten. Ich habe mich bemüht, mit ihm menschlich, vernünftig umzugehen. Er war ja kein verurteilter Straftäter. Auch wenn bereits Verfahren liefen, gilt ja die Unschuldsvermutung. Mich haben diese Treffen mit Honecker nachdenklich gemacht und verändert. Das war ein kluger, aber inzwischen auch alter, kranker Mann. Er war nicht geeignet, mein Feind zu sein. Das hat mir in gewisser Weise den Wind aus den Segeln genommen. Ich konnte ihn nicht hassen. Und ich bin froh, dass wir einvernehmlich auseinander gegangen sind. Ich war auch überrascht, wie Margot Honecker sich um ihren Mann gekümmert hat. Das hat auch mein Bild von der ehemals strengen Volksbildungsministerin ins Wanken gebracht.

    - Sie scheinen viele gute Erinnerungen an die DDR zu haben. Auf der anderen Seite könnte man aber auch sagen, dass Sie Totengräber der DDR waren, geholfen haben, Sie abzuwickeln.

    Ich habe die DDR nicht gehasst. Aber man kann doch jungen Menschen die 25-30 sind, nicht sagen: „Das war's für euch, bis hierher und nicht weiter“. Diese Perspektivlosigkeit, diese Grautöne waren es, die uns gestört haben. Aber ich wollte nicht ausreisen.

    Heute tut man so, als ob jeder, der damals keinen Ausreiseantrag gestellt hat, ein Systemtreuer gewesen ist. So ein Schwachsinn. Wer hat denn die Mauer eingetreten? Eben die, die da geblieben sind! So brauchen sich jetzt bei den Feierlichkeiten zum Mauerfall, die, die da schon weg gewesen sind, nicht feiern lassen.

    - Was haben Sie erreicht als Innenminister in der kurzen Zeit? Konnten Sie überhaupt etwas erreichen oder waren Sie nur eine Marionette der westdeutschen Kollegen?

    Ich war nie jemandes Marionette. Das widerspricht meiner Grundhaltung. Ich wollte die Deutsche Einheit. Und die andere Seite wollte das auch. Dass das Kräfteverhältnis nicht gleich war, ist logisch. Das zeigte sich am besten bei Lothar de Maiziere mit einem Zentner und Helmut Kohl mit drei Zentnern Körpergewicht. Wir als kleine DDR sind in ein fremdes Haus eingetreten und mussten dort natürlich die Hausordnung beachten. Aber die Staatsverträge, der Einigungsvertrag und die Art und Weise, wie wir als Regierung bis zum 3. Oktober die Wiedervereinigung geregelt haben, das war mustergültig und da ist uns viel gelungen. Die Dinge, die den Einigungsprozess negativ beeinflusst haben, wurden vom bundesdeutschen Gesetzgeber erst nach uns beschlossen. Die Kalten Krieger aus dem Westen meinten, noch nachträglich ihre Nacht der langen Messer zu begehen, in der sie rote Socken jagen. Das wiedersprach dem ursprünglich christlichen Gedanken der Wiedervereinigung und beschmutzte das ursprüngliche Ergebnis, das ich für das erfolgreichste Unterfangen der deutschen Politik der letzten 500 Jahre halte.

    - Sieger schreiben Geschichte.

    Aber sie haben doch nicht gesiegt! Die Ostdeutschen haben gesiegt. Die Westdeutschen haben sich nur als Sieger gefühlt und uns die Siegestrophäe weggenommen und winken jetzt damit. Dabei ist dies nur der Zivilcourage der Ostdeutschen zu verdanken. Und da rede ich jetzt nicht von Frau Lengsfeld, Herrn Gauck oder Frau Boley, sondern von allen 17-18 Milionen DDR-Bürgern. Und dazu gehörten eben auch die Mitarbeiter der Staatssicherheit und der Kampfgruppen, die damals in Leipzig und woanders nicht geschossen haben. Dafür muss man doch dankbar sein. Selbst ich werde nicht einmal zu Wiedervereinigungsfeiern eingeladen. Lothar de Maiziere als erster und letzter frei gewählter Ministerpräsident der DDR hat nicht einmal die unterste Stufe des Bundesverdienstkreuzes, während westliche Protagonisten der Wiedervereinigung kaum laufen können vor Orden.

    - Wir feiern 30 Jahre Deutsche Einheit. Ist zusammengewachsen, was zusammengehört?

    Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und bin glücklich, in diesem wiedervereinigten Land zu leben. Ich weiß aber, wenn die bundesdeutsche Politik sich keine Gedanken macht, warum die Ostdeutschen so anders sind, warum plötzlich die politisch am dynamischsten wachsende Partei eine von rechts außen ist, wenn diese Widersprüche nicht ernst genommen werden, dann werden wir ein weiteres Wegbrechen der Mitte erleben. Wenn wir keinen Politikwechsel im Osten Deutschlands vollziehen, wenn man die Leute nicht mitnimmt, mit ihnen nicht redet, dann wird sich Deutschland vom Osten aus negativ verändern.

    Der letzte DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel im Januar 2020
    © AFP 2020 / POOL / SOEREN STACHE
    Der letzte DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel im Januar 2020

    Peter-Michael Diestel (68) war im Kabinett von Lothar de Maizière der letzte Minister des Innern der DDR. Von März bis Oktober 1990 war Diestel Abgeordneter der Volkskammer und von April bis Oktober stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren der DDR. Auf Initiative Diestels wurde am 7. Juni 1990 die RAF-Terroristin Susanne Albrecht festgenommen, danach wurde die Aufnahme von neun weiteren RAF-Mitgliedern in der DDR bekannt. Am 1. Juli 1990 unterzeichnete er gemeinsam mit Wolfgang Schäuble den Vertrag über den Abbau der Grenzanlagen zwischen der DDR und der Bundesrepublik. In seine Amtszeit 1990 fiel die Übergabe der Stasi-Abhörakten über westdeutsche Politiker an den Verfassungsschutz der Bundesrepublik Deutschland. Von 1990 bis 1994 gehörte Diestel dem Brandenburgischen Landtag als Mitglied an. Von 1994 bis 1997 fungierte er als Präsident des Fußballklubs Hansa Rostock. Seit 1993 betreibt Diestel eine Anwaltskanzlei.

    Das Buch „In der DDR war ich glücklich. Trotzdem kämpfe ich für die Einheit“ ist im Eulenspiegel-Verlag erschienen.

    * Die in diesem Artikel vorgebrachten Ansichten müssen nicht denen der Sputnik-Redaktion entsprechen.

    Themen:
    DDR 1990 – Erste freie Wahl zur Volkskammer und mit Eiltempo zur deutschen Einheit (26)

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    Tags:
    Wende, DDR
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