06:50 22 Oktober 2020
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    „Ewig geheim – Kollateralbelastung Demokratie“ – Journalistin Gaby Weber Exklusiv

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    Bundesnachrichtendienst und Kanzleramt wollen mit allen Mitteln verhindern, dass die Akte über den Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann an das Licht der Öffentlichkeit kommt. Dafür setzen sie sich sogar über amtliche Gerichtsurteile hinweg, sodass die Akte selbst nach Ablauf der 60-Jahre-Frist unter Verschluss bleibt.

    Die für ihre umfangreichen Recherchen zu nachrichtendienstlichen Aktivitäten bekannte Journalistin und Publizistin Gaby Weber hat einen Riecher für sensible Themen und lässt sich bei ihren Nachforschungen auch von staatlichen Stellen nicht stoppen. Wenn sie Archivdokumente nicht einsehen darf, obwohl diese öffentlich zugänglich sein sollten, zieht sie notfalls vor Gericht. Die damit verbundenen Kosten in erheblicher Höhe bestreitet Weber gänzlich aus Spenden ihrer Unterstützer. Gleich mehrere Verfahren hat sie auch im Zusammenhang mit ihrer aktuellen Recherche bestritten und Recht bekommen. Komplett einsehen darf sie die betreffenden Akten trotzdem nicht. Was Gaby Weber interessiert, ist nämlich die Verbindung des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann mit dem Bundesnachrichtendienst.

    In ihrer Ende August 2020 erschienenen Dokumentation „Ewig geheim – Kollateralbelastung Demokratie“ erzählt die streitbare Journalistin von ihren Recherchen und den Steinen, die ihr dabei seitens BND und Kanzleramt in den Weg gelegt wurden und werden.

    Sputnik-Redakteurin Ilona Pfeffer hat im Exklusiv-Interview bei Gaby Weber nachgehakt.

    * Die in diesem Artikel vorgebrachten Ansichten müssen nicht denen der Sputnik-Redaktion entsprechen.

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    Tags:
    Adolf Eichmann, Bundesnachrichtendienst (BND), Kriegsverbrecher
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