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    Die Doppelstandards der Solidarität

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    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
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    Nach der Explosion in St. Petersburg ist das Brandenburger Tor nicht in den russischen Nationalfarben angestrahlt worden. Aus dem Senat hieß es als Begründung, Berlin wolle sich nur auf Partnerstädte beschränken. Dabei zählt der St. Petersburger Bezirk Petrogradskij zu den Partnern des Bezirks Berlin Mitte.

    Die Doppelstandards der Solidarität

    Die Entscheidung des Senats wurde bereits heftig in den sozialen Netzwerken kritisiert, da das Brandenburger Tor traditionsgemäß in den nationalen Farben derjenigen Länder beleuchtet wird, die einen Terroranschlag überwunden haben.

    Aber mit dieser fraglichen Entscheidung steht Berlin nicht allein. Auch der Eiffelturm in Paris, der sonst ebenso nach Anschlägen in den Nationalfarben des betroffenen Landes angeleuchtet wird, zeigte am Montag keine russische Flagge.

    Am Montagnachmittag war im Tunnel zwischen den U-Bahn-Stationen „Sennaja Ploschtschad“ und „Technologitscheskij Institut“ eine Bombe explodiert. Dabei kamen nach jüngsten Angaben insgesamt 14 Personen ums Leben, 49 erlitten Verletzungen.

    Eine weitere Sprengladung konnte in der Station „Ploschtschad Wosstanija“ entschärft werden. Die Ermittlungsbehörde, die vor allem von einem Terroranschlag ausgeht, hat ein Verfahren eingeleitet. Es würden auch andere Versionen geprüft, hieß es.

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    U-Bahn, Anschlag, Brandenburger Tor, Eiffelturm, Frankreich, Paris, Deutschland, Berlin, Russland, St. Petersburg