17:58 28 März 2017
Radio
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump beim gemeinsamen Treffen in Washington

    Halleluja: Trump für NATO - Merkel mit Leckerli für den Schutzgeld-Erpresser

    © AP Photo/ Pablo Martinez Monsivais
    Kommentare
    Zum Kurzlink
    Uli Gellermann
    371053621726

    Halleluja: Der große blonde Mann mit dem dicken Armee-Knüppel bekennt sich zur NATO! Ein Aufatmen geht durch den Medien-Dschungel. Unsere Frau aus der Uckermark hat bei ihrem ersten Treffen mit dem Mann aus Queens zwar nur beinahe dessen Hand geschüttelt. Aber das wird nachgeholt.

    Vor allem aber lobt Trump die Kanzlerin: Für den tollen deutschen Einsatz in Afghanistan und die 53 Soldaten, die dort bei ihrem Mordsauftrag gefallen wären. Ein ergebenes Lächeln umspielt den Mund der Merkel.

    Obwohl: Ergebener als auf der Web-Site des Auswärtigen Amtes kann eigentlich keiner: „Die Partnerschaft mit den USA wird auch in Zukunft für unsere Freiheit, Sicherheit und auch für unseren wirtschaftlichen Erfolg von überragender Bedeutung sein“, sülzt da einer noch im Auftrag von Steinmeier oder schon in dem von Gabriel. Und schleimt weiter: „Die Partnerschaft mit den USA wird auch in Zukunft für unsere Freiheit, Sicherheit und auch für unseren wirtschaftlichen Erfolg von überragender Bedeutung sein.“

    Eklat in Washington: Trump verweigert Merkel Handshake

    „Unsere Freiheit“ sagt der Schutzgeld-Erpresser mit den Haaren, „die kostet“. Deutschland müsse schon seinen „fairen Anteil an den Verteidigungskosten“ zahlen. Gegen wen verteidigen? So eine blöde Frage stellt natürlich keiner von den devoten Medienleuten, die noch genießerisch das NATO-Bekenntnis nachschmecken. Denn der große Donald hatte seinen Gast doch auch für „Deutschlands Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus“ gelobt. Und fair wie die Merkel ist, hat sie gleich erinnert, dass Deutschland sein Schutzgeld bis 2024 auf zwei Prozent des Bruttosozialprodukts erhöhen wird.

    Doch die tapfere Frau hielt noch ein nettes Geschenk bereit. Ihre Partei-Freundin Ursula hatte für Donald ein Leckerli gebacken: „Ich bin aber auch der Meinung, dass wir innerhalb der Nato breiter diskutieren müssen – über das Thema zwei Prozent hinaus.“ Und deshalb schlug die von der Leyen vor, es solle auch ein „Aktivitätsindex“ zum Tragen kommen, „beispielsweise durch Teilnahme an Einsätzen und Übungen oder durch Bereitstellen von Personal und Material“. Ja, wo waren wir denn noch nicht mit unserer Export-Armee: Im Jemen? Da sind doch die saudischen Freunde des Immobilien-Fuzzi aus Washington so aktiv. Ob die zum Beispiel ein paar AWACS-Flugzeuge brauchen? Da muss sich doch was machen lassen, Donald, alter Dealer.

    Trump: Berlin schuldet USA und NATO Riesensumme für Verteidigung

    Brav verbreiten die frommen Medien, die Spitzen der deutschen Wirtschaft hätten Merkel nach Washington begleitet. Unsinn. Merkel begleitet sie. Die wahren Herren der Macht wollen schon selbst dabei sein, wenn ihre Public-Relations-Tante mit dem neuen US-Politik-Verkäufer verhandelt. Joe Kaeser, der Siemens-Chef hätte bei der Gelegenheit gleich einen Abstecher nach Wilmington/Delaware machen können. In diesem Briefkasten-Örtchen spart der Siemens-Anteilseigner BlackRock mehr Steuern am Tag, als der Siemens-Arbeiter im Jahr als Lohn bekommt. Mit BMW sass auch die reichste deutsche Familie faktisch am Tisch. Die Quand-Klattens machen ihre Fakten schon gern selbst. Und wenn die sagen, dass TTIP kommen muss, dann sagt die Kanzlerin das auch:"It's the economy, stupid!"

    Video: Merkel und Trump auf Pressekonferenz in Washington

    Später steuert das Trump-Merkel-Treffen auf eine wichtige Weisheit der Völkerverständigung zu, als der US-Präsident mit Blick auf Merkel sagt "Abgehört werden — wenigsten etwas haben wir gemeinsam“. Na klar, und die Milliarden Menschen, deren Telefone und Computer sich in der Obhut von CIA und NSA befinden, haben das auch. USA cares 4 you.

    Quelle: rationalgalerie.de

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen. 

    Zum Thema:

    Merkel in the USA: Trump eine „rote Linie“ ziehen – Experte
    Nach Eklat im Oval Office: Trump veröffentlicht Handshake-Foto mit Merkel
    Trump verweigert Händeschütteln mit Merkel – Reaktionen von Netz und Weißem Haus
    Merkel bereitete sich mit „Playboy“ auf Treffen mit Trump vor
    Merkel, Trump und Russland: „Übersetzerin aus ‚Putinisch‘ in Westlich“
    Tags:
    Terrorismus, NATO, Donald Trump, Ursula von der Leyen, Angela Merkel, Deutschland, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    • pincourt
      Wieder ein schöner Artikel Herr Gellermann. Die Familie Quand ist immer dabei, so war es unter Hitler und so ist es unter Merkel. Vielleicht füllt die Familie ihre Feuerlöscher in Zukunft mit Benzin.
    • RedProcessor07Antwort anRedProcessor07(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ich habe ja schon oft kritisiert, dass hier zensiert wurde oder Kommentare gar nicht erschienen sind.
      Heute muss ich mal der Sputnik-Redaktion ein großes Lob auszusprechen.
      So schnell wie heute sind meine Kommentare noch nie erschienen - Bravo und danke.
    • avatar
      At_Tiffany
      Herr Gellermann, Sie werfen da etwas durcheinander!

      Bei der klassischen, Mafia-Schutzgelderpressung wird niemand vor irgend etwas geschützt, sondern es wird eine imaginäre Gefahr dargestellt, vor der es sich zu schützen gilt, während alle wissen, dass die reale Gefahr von eben denen ausgeht, die die Schutzgelder kassieren.

      In diesem politischen Fall wird auch vor einer imaginären Gefahr gewarnt, von der alle wissen, dass Sie nicht existent ist, nur es wissen auch alle, dass der Schutzgeld Erpresser auch keinen militärischen Überfall auf die solchermassen Erpressten starten wird, wenn die nicht zahlen.

      Dass die ehemaliegen Warschauer-Pakt-Staaten gerne unter den NATO-Schirm gekrochen sind, um vor den Russen sicher zu sein, wenn die es sich doch noch mal anders überlegen sollten, ist ja verständlich, nur inzwischen sind wir 27 Jahre weiter und die Welt sieht anders aus. Die ersten wie die Tschechen überlegen unter dem Schirm heraus zu kriechen und die NATO, die zur Angriffs-Terrororganisation mutiert ist, zu verlassen.

      Dise Menschen wollen heute nicht Hegemonialmacht werden und andere Völker bedrohen, neben dem, dass die wirtschaftlichen Vorteile sehr fraglich sind, wenn man dafür unbegrenzt Flüchtlinge aus der dritten Welt aufnehmen soll.
    • avatar
      At_TiffanyAntwort anRedProcessor07(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      RedProcessor07,

      die Zensoren machen auch mal eine Zigaretten- oder Kaffeepause......
    • avatar
      billyvor
      Das treffendste Wort in dem Artikel ist "Schutzgelderpresser".....

      Na, mit Erpressern kann diese Regierung doch bestens arbeiten. Egal, ob sie nun aus der Türkei oder den USA kommen. Immer schön weiter buckeln und Männchen bauen, und man ist - vermeintlich - aus der Gefahrenzhone.
    • avatar
      KlarissaAntwort anRedProcessor07(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      RedProcessor07,
      ich beurteile die Situation in den USA nicht ganz so. Als Marionette sehe ich Trump nicht. Eher als Frontmann für eine andere Eliten-Gruppierung in den USA, die andere Interessen vertreten, als die Eliten hinter Obama.
      Die neue Devise lautet tatsächlich "America first", und ist danach bestrebt, das unter den alten Eliten heruntergewirtschaftete Amerika wieder auf Vordermann zu bringen. Die Weltmachtallüren wurden hintenan gestellt, weil Amerika sich dies schlicht und einfach nicht mehr leisten kann. Es ist Amerikas einzige Chance, die sie noch haben. Andernfalls hätte ein gigantischer Untergang gedroht. Selbst jetzt wird es noch ausgesprochen schwierig, bis fast unmöglich, dieses Land wieder hoch zu bringen.
      Die aktuell zu sehenden Scharmützel verdeutlichen sehr genau die Machtkämpfe, die hinter den Kulissen ablaufen.
    • RedProcessor07Antwort anKlarissa(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Klarissa,
      „Als Marionette sehe ich Trump nicht. Eher als Frontmann für eine andere Eliten-Gruppierung in den USA, die andere Interessen vertreten, als die Eliten hinter Obama.
      Und genau das ist der Trugschluss, beide Gruppen vertreten dieselben Interessen.
      Diese beiden Gruppierungen sind Teile ein und desselben us-amerikanischen Imperialismus und dieser Imperialismus hat nur zwei Interessen: die Welt und die Ressourcen zu beherrschen und maximale Profite zu erwirtschaften.
      Mit der Beherrschung der Welt und der Ressourcen hat es ja bestens geklappt, bis Russland als Konkurrent am Himmel des Imperialismus auftauchte und die antagonistischen Widersprüche des Imperialismus offenlegte.
      Plötzlich sah man (in den USA), dass das Konzept des jetzigen Imperialismus nicht mehr funktioniert; ein neues musste her. Kriege führen auf Pump mit anschließendem Plündern aller Ressourcen der überfallenen Lände funktionierte nicht mehr, es gibt nicht mehr zum Plündern. Und wilde Globalisierung schon gar nicht, die erzeugt zuviele "Abgehängte" und Verlierer.
      Nun hat einer die Losung formuliert: „America first“ und glaubt das Ei des Kolumbus gefunden zu haben, übersieht aber, das America first“ auch schon unter den anderen Präsidenten, auch bei Obama, die wichtigste Losung war. Nur Trump geht einen Schritt weiter: Er spricht sie aus, denn er weiß, dass sich die USA keine Vasallen und Lakaien mehr kaufen kann. Ab jetzt muss Amerika diese Länder mit Gewalt erpressen, wie Schutzgelderpresser ihr „Kunden“ erpressen. Die USA geht weiter den Weg des Faschismus.
      Nach einer Zeit der Turbulenzen wird sich das Kaffee-Kränchen wieder beruhigen und ihre Interessen weiter verfolgen, und die Chow für das dumme Volk weiter spielen.
      Man kann sich die jetzige Situation so vorstellen: Eine Wandergruppe steht an einem Scheideweg, plötzlich wird diskutiert welcher Weg der richtige ist, um das Ziel „B“ zu erreichen und man geht plötzlich getrennt Weg; beschimpft sich noch eine Weile, verliert aber das Ziel „B“ nicht aus den Augen.
      Frage: Ändern diese beiden verschiedene Wege den Charakter der Wandergruppe? Klares nein.
    • Hey Ihr Heulsusen
      Der Bericht ist zu verachten und hetzt gegen Trump . Schutzgeld ? Eine Service leistung kostet eben und jeder im Club muss seinen Beitrag bezahlen , oder will mir jemand erzählen dass er seine Versicherung nur teilweise bezahlt und alle Leistungen erwartet ? Aber es ist kein wunder dass dies hier anklang findet !
    • Hey Ihr HeulsusenAntwort anRedProcessor07(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      RedProcessor07,
      Zum grössten Teil haben Sie recht . Die Demokraten und Republikaner haben das gleiche Ziel , Trump ist weder noch und von beiden Parteien gehasst . Erinner wir uns an den Wahlkampf wie mit allen Mitteln von den Reps der eigene Kanditat Trump behindert wurde um Präsi zu werden . Der Slogan " Amerika First " wird völlig missinterpretiert . Trump hat mit recht due
      Politiker beschuldigt nur für dessen Interessen zu kämpfen und das Volk ( Amerika) ist seit Jahrzehnten leer ausgegangen , dies will er nun ändern und deshalb " Amerika First " und nicht die Politiker !
    • avatar
      ecklenburg
      Zinsen steigen: Hohe Militär-Ausgaben treiben Weltwirtschaft in eine Krise nachzulesen in den
      DWN,wenn die Bezeichnung Erpresser hetze ist , dann nenne ich es Inkassoeintreiber
    • RedProcessor07Antwort anHey Ihr Heulsusen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hey Ihr Heulsusen,
      auch das ist ein Irrtum. Auch unter Trump wird das us-amerikanische Volk genauso ausgebeutet wie unter allen anderen Präsidenten. Nur weil Trump an der Macht ist, ändert das doch nicht den us-amerikanischen Imperialismus seinen Charakter und schon gar nicht seine Interessen. „Amerika First“ bedeutet nach wie vor die us-amerikanischen „Eliten“ zu erst.
      Die gleichen Eliten die bei Runterwirtschaften der USA Milliarden verdient haben wollen jetzt bei Wiederaufbau wieder Milliarden verdien. Im Volk wird sich nur marginal etwas ändern.
    • avatar
      KlarissaAntwort anRedProcessor07(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      RedProcessor07,
      vielleicht mögen Sie sich mal diesen Artikel von Analitik und die darauf folgenden Kommentare ansehen?
      analitik.de/2017/03/20/trumps-spiel-mit-deutschland-und-der-eu
    • minuteman
      Die Nato kann die größte und modernste Armee stellen, das mag Rußland beunruhigen.
      Rußland kann so was nicht zustande bringen mit dem Iran und China.

      Ist vielleicht auch besser so, denn Rußlands antiisraelische Haltung und seinen Bündnissen mit Israels Feinden zeigt nur auf welcher Seite Rußland steht.
    • RedProcessor07Antwort anKlarissa(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Klarissa,
      … ich kenne die Artikel von Analitik. Gut geschrieben, mit großer Sachkenntnis, aber in der Analyse zu flach.
      Die Zeit hat es schon an den Tag gebracht und sie wird es wieder tun. Der Imperialismus ändert nicht seinen Charakter und schon gar nicht seine Interessen, so wie der Kapitalismus sich nicht durch die Bezeichnung: „Soziale Marktwirtschaft“ ändert.
      Sollte der Imperialismus jedoch seinen Charakter doch ändern und seine Interessen nicht, dann ist er schon längst zum Faschismus mutiert. Und diese Entwicklung sehe ich unter Trump.
    • avatar
      richard.gerhardAntwort anHey Ihr Heulsusen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hey Ihr Heulsusen, "Serviceleistungen" und "Club" eine tolle Umschreibung für Terroristen und Massenmörder.
    • avatar
      richard.gerhardAntwort anHey Ihr Heulsusen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hey Ihr Heulsusen, ein Milliardär, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, etwas für' Volk zu tun, außer es brutal auszubeuten. Der Witz ist echt gut!
    • avatar
      richard.gerhardAntwort anRedProcessor07(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      RedProcessor07, vor allen Dingen wirken in jeder Gesellschaft objektive Gesetze, die weder der eine, noch der andere Präsident tatsächlich beeinflussen kann. Es sei denn er ändert die Grundlagen der Gesellschaft, will heißen die Produktions-, Eigentums- und Verteilungsverhältnisse, was einer sozialen, wenn nicht sogar sozialistischen Revolution gleichkäme. Kann man aber soetwas von Besitzern der Produktionsmittel erwarten? Wohl kaum. D.h., es wird sich in den USA nichts ändern, auch nicht unter Trump oder sonstwem. Es wird nur diese oder jene andere Kaste reicher werden. Ein sicheres Zeichen der "Beständigkeit" eines Trumps, ist sein Bekenntnis zur NATO. Damit hat er alle Wogen wieder geglättet. Die europäische Kriegselite ist so geil auf die NATO und deren Aggressionen, daß sie nach seinen Äußerungen, die NATO sei "obsolet", alle freiwillig zu Kreuze gekrochen sind. Die schlimmste Bande jedoch , ist immer und immer wieder die deutsche Elite. Sie haben von zwei Weltkriegen eben noch nicht genug. Sie sind krank.
    • Hey Ihr HeulsusenAntwort anrichard.gerhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      richard.gerhard,
      Egal was die Nato representiert, es ist ein Club was Beiträge von jedem nicht nur für ein paar fordert .
    • Hey Ihr HeulsusenAntwort anrichard.gerhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      richard.gerhard,
      Schön dass Sie keine Vorurteile haben , was wäre die alternative gewesen ? Gibt es irgendwas oder wen Sie nicht bemeckern würden ?
    • avatar
      Meistenspropper
      War das jetzt Satire, oder einfach nur Ralität?

      Dem ist wenig hinzuzufügen. Traurig genug.
    neue Kommentare anzeigen (0)