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14:35 16 Oktober 2019
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    Russische ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa

    Russische Sängerin „enttarnt“: Geheimdienst schützt Kiew vor „Rollstuhl-Terroristin“

    © Foto : Channel One Russia/Maxim Lee/Courtesy of PR-service of Yuliya Samoylova
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    Da hat die Ukraine noch mal Glück gehabt: Beinahe wäre Julia Samoilowa unter dem Deckmantel einer Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) Mitte Mai in Kiew auftreten. Es handelt sich um dieselbe gefährliche Samoilowa, die bereits bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gesungen hat.

    Wahrscheinlich in Putins persönlichem Auftrag.

    Julia Samojlowa
    © Foto : Channel One Russia/Maxim Lee/Courtesy of PR-service of Yuliya Samoylova
    Offiziell wird der Sängerin im Rollstuhl die Einreise in die Ukraine verweigert, weil sie im Juni 2015 auf der Krim aufgetreten ist. Deshalb, so die Sprecherin des ukrainischen Geheimdiensts, Jelena Gitljanskaja, verbietet sich die Einreise. Doch die Wahrheit ist anders. Und grausamer.

    Denn der ukrainische Geheimdienst SBU, auch für die Terror-Abwehr zuständig, hat schon vor Wochen den Text des russischen Contest-Liedes untersucht und entschlüsselt. Schon der Titel des Songs — FLAME IS BURNING – weist auf die Absichten der Samoilowa hin: Sie wollte eindeutig eine brennende Flamme in die Ukraine schmuggeln. Weiter im Text heißt es: „I wanna go to places I don’t know“. An bisher unbekannten Plätzen wollte die Agentin des Kremls offenkundig auftauchen! Und wenn sie dann erneut von einer Flamme singt, die im Dunkeln brennt — „And in the dark a flame is burning“ – werden ihre Ziele überdeutlich: Sie hatte vor, getarnt durch ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest, die nächtliche Dunkelheit zu nutzen, um Kiew in Brand zu setzen.

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    Die Samoilowa, so hat der ukrainische Geheimdienst herausgefunden, wurde noch in der Sowjetunion geboren. Also zu einer Zeit, in der Russland und die Ukraine gemeinsam in einem Staat existierten! Wahrscheinlich wurde sie damals bereits zur Perspektiv-Agentin aufgebaut. Ihr Psychologie-Studium deutet ebenso darauf hin wie die Gründung einer eigenen Werbeagentur: Sich psychologisch geschickt tarnen um für Putins Ziele zu werben, so geht Terrorismus heute. Dass sie sich mit einem Rollstuhl fortbewegt dürfte ebenfalls zu ihrer „Legende“ gehören, wie ihre Behinderung im Ergebnis einer missglückten Impfung gegen Kinderlähmung. Doch von einer solchen Tarnung lässt sich der ukrainische Geheimdienst nicht irritieren.

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    © Sputnik / Vitaliy Podvitskiy
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    Denn der SBU, Sluschba bespeky Ukrajiny, hatte zwischen 2009 und 2013 eine intensive Schulung durch das deutsche Bundeskriminalamt. Das Amt organisierte für Angehörige des SBU Workshops und Lehrgänge zu den Themen Internet-, Schleuser- und Rauschgiftkriminalität. So ausgerüstet konnte verhindert werden, dass sich die Samoilowa selbst in die Ukraine einschleuste. Und weil der Bundesnachrichtendienst demselben SBU auch einige Sprachlehrgänge finanziert hat, konnten die tapferen Geheimdienstler den konspirativen englischen Text der russischen Contest-Teilnehmerin übersetzen.

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    Die deutsche Interpretin Levina wird in Kiew das Lied "Perfect Life" singen. Der ukrainische Geheimdienst, der auch lange an der Entschlüsselung dieser gesungenen Botschaft gearbeitet hat, ist überzeugt, dass ein perfektes Leben nur im Schoß der Europäischen Union und unter dem Schutz der Nato möglich ist. So begreift der USB den Song als Signal der deutschen Bundeskanzlerin, das Minsker Abkommen zur Ost-Ukraine weiter zu ignorieren. Der ukrainische Präsident, Petro Poroschenko, soll schon gesagt haben: „Endlich weiß ich, was eine richtige Euro-Vision ist!“

    Quelle: rationalgalerie.de

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen. 

    * Die Meinung des Autors muss nicht der der Redaktion entsprechen.

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    Tags:
    ESC-2017, Ukrainischer Sicherheitsdienst SBU, Julia Samoilowa, Russland, Ukraine