05:38 14 November 2018
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    Piggyleaks? Schwein gehabt! Mastministerin Schulze Föcking doch kein Hacker-Opfer

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    Wladimir W. Wahnowitz
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    Hacker auf aller Welt können aufatmen: Die NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, die für Freizeitschweinereien in Mastbetrieben bekannt ist, war doch kein Opfer eines Hackerangriffs. (Satire)

    Mit voller Kraft voraus segelte Schulze Föcking letztes Jahr in den Mast-Skandal hinein. Der drehte sich nicht um den Mast ihres Schiffleins, das sie ins Medienmeer hinaustrieb, sondern um den familiären Mastbetrieb. Ganz nach dem Motto „Bio? Nein danke!“ ließ die Politikerin dort die Säue die nackte Realität spüren. Nix Samthandschuhe – in Dreck und Siechtum harrten sie ihres Schicksals und hielten brav die Schnauze. Blöd nur, dass sie nicht allein waren und Tierschutzaktivisten das Ganze veröffentlichten. #PiggyLeaks.

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    Aber im Grunde zeigte das doch nur, dass Frau Schulze Föcking die richtige für den Job war, mit gutem Beispiel voranging und die traditionelle Landwirtschaft nicht im Stich lassen würde.

    Schnee drüber: Der Winter kam, und kein Schwein kümmerte sich mehr um die Geschichte. Auch die Politikerin war wieder ganz Alltag. Und bis zum besagten Tag im März lief das auch reibungslos. „Ich schaute mir gerade ein Youtube-Tutorial zum Schächten von Kälbern an. Die Affäre im Vorjahr hatte mir vor Augen geführt, wie kleinlich die Mitmenschen sein können. Ich wollte keine weiteren Fehler machen und das Tier nicht unnötig leiden lassen“, schildert sie keinen Medienberichten zufolge den verhängnisvollen Tag.

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    Doch es kam nie dazu, denn plötzlich wechselte das Programm auf dem Fernseher, und sie sah, wie böse Politiker im Landtag schon wieder ihren armen Schweinestall hochkochten. „Das war für mich ein Signal. Eine Verschwörung. Irgendjemand von ganz oben wollte mir etwas zu verstehen geben. Ein globales Hackernetzwerk hatte sich im Darknet formiert – allein mit dem Ziel, mich zu vernichten“, vermutete die Politikerin vermutlich.

    Die Russen schwiegen dazu und waren dadurch verdächtig. Aber auch die Chinesen … – wer weiß? Kurzum: Man konnte nichts ausschließen. Bis heute: Ein Team von Computernerds hatte nämlich seine Freizeit dahingehend verschwendet, sich mit dem Fall zu befassen. Die Erklärung: „Die Videoübertragung wurde unbemerkt und unbeabsichtigt durch ein für das Heimnetz berechtigtes Gerät in einer anliegenden Wohnung der Familie ausgelöst.“ Gut, versteht zwar kein Schwein, aber da hat die Hackerwelt noch mal Schwein gehabt. Irgendeine dumme Sau aus dem Haushalt wird es also gewesen sein. Ob das ein Streich der Kinder war, jemand sich auf eine Fernbedienung gesetzt hat oder die Schwiegermutter auf raffinierten Pfaden die Scheidung erwirken wollte – wird vielleicht für immer ein Geheimnis bleiben.

    *Die Meinung des Autors muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

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    Piggyleaks, Cyberkrieg, Digitalisierung, Schweine, Landwirtschaft, Christina Schulze Föcking, Deutschland