13:44 13 Dezember 2018
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    Fußballfans vor dem Spiel England - Tunis

    WM: Putins heimtückischer Plan funktioniert

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    Wladimir Kornilow
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    Die westlichen Medien, die vor der Fußball-WM vor dem „schrecklichen“ Russland Angst machten, haben sich offenbar selbst in Verlegenheit gebracht. Das Fußballfest hat begonnen – aber es passiert nichts Schreckliches.

    Die Fußballfans aus aller Welt, die nach Russland gekommen sind, sehen gerade das Gegenteil, wovor sie gewarnt worden waren: Die Russen sind freundlich, gutherzig, lächeln und nehmen sie in die Arme.

    Die westlichen (vor allem die britischen) Medien hatten behauptet, Russland würde einen unerhörten Aufschwung von Rassismus erleben. Fakt ist: Nach Russland sind Menschen mit verschiedenen Hautfarben gekommen – und damit hat niemand ein Problem.

    Aber wenn es keine Probleme gibt, dann werden sie an den Haaren herbeigezogen. Und die britische Zeitung „The Guardian“ brachte am Samstag die Schlagzeile: „Nigeria game first big test of Russia's resolve to stamp out racism”, kurz gesagt, das Spiel von Nigeria sei der erste große Test von Russlands Rassismus. Aber warum denn der erste Test? Es gab doch schon das Spiel gegen Saudi-Arabien, und die russischen und saudischen Fans fielen einander in die Arme, machten gemeinsame „Selfies“. Und nach dem 5:0 trösteten die Russen sogar ihre Gäste.

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    Aber der Autor schrieb den Artikel so, dass kaum zu verstehen war, ob Russland den „Rassismus-Test“ bestanden hat oder nicht. Doch das war für ihn nicht so wichtig, denn im nächsten Artikel wurde geschrieben, dass Russland jetzt ein „Terror-Test“ bevorstünde. Und nur auf seiner Twitter-Seite gab der Autor zu: „Die Wahrheit ist, dass Russland während der WM sehr gastfreundlich gegenüber den Fans mit allen Hautfarben ist.“ Aber im „Guardian“ finden die Leser kein Wort darüber.

    Besonders lustig ist, dass gerade der „Guardian“ (genauer gesagt, seine Sonntagsausgabe „The Observer“) im Bemühen, das Thema Rassismus in Russland an die große Glocke zu hängen, den früheren Star des FC Liverpool John Barnes um einen Kommentar bat, und dieser sagte: „Lassen Sie uns lieber unser eigenes Zuhause betrachten.“ Und erzählte sofort über ganz üble Erscheinungen von Rassismus in England, mit denen dunkelhäutige Spieler quasi tagtäglich konfrontiert werden.

    Und John Obi Mikel, der Kapitän der nigerianischen Mannschaft, um die sich der „Guardian“ große Sorgen machte, sagte seinerseits: „Die russischen Menschen verhalten sich wirklich gut zu uns. Viele Russen unterstützen das nigerianische Team. (…) Wir fühlen uns hier wie zu Hause.“

    Die englischen Fans, die keine Angst hatten, nach Russland zu reisen, müssen überrascht sein: Denn erst vor einigen Monaten hatten ihnen die Medien auf der Insel „Blutbad“ in Russland versprochen. Und das Boulevardblatt „The Sun“, das wortreicher als viele andere gewarnt hatte, die Russen würden ihre Gäste „töten“, muss inzwischen zugeben, dass die Engländer in Wolgograd sehr herzlich empfangen worden seien. Und einen 48-jährigen Fan aus Staffordshire zitieren: „Hier ist es sauber, und alle sind sehr freundlich und höflich.“ Generell müssen die Engländer feststellen: „Hier ist alles anders als wir erwartet hatten.“

    „Ich würde jedem sagen: Glaubt nicht, was Ihr lest, kommen Sie hierher und überzeugen Sie sich davon selbst“, sagte der dunkelhäutige Engländer Billy Grant gegenüber der Zeitung „Belfast Telegraph“.

    Aber auch auf solche Eindrücke haben manche Reporter eine Antwort parat: Julian Röpcke von der deutschen „Bild“-Zeitung, der für seine extrem antirussische Position bekannt ist, schrieb bezüglich dieser Kommentare der englischen Fans in Wolgograd auf Twitter: „Putins Plan funktioniert. Zwei ukrainische Soldaten von der Kremlarmee gestern verwundet.“

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    So antwortete er auf ein Tweet eines Guardian-Journalisten, der schrieb, dass die englischen Fußballfans, die er bisher in Wolgograd getroffen habe, absolut begeistert seien. „Es ist das Gegenteil von dem, was wir erwartet haben, jeder war unglaublich freundlich. Die letzte Nacht war brillant — ich konnte mir keinen besseren Start für die WM-Reise wünschen“, zitiert der Korrespondent einen Fan.

    Wenn also Röpcke meinen sollte, dass Putins Plan darin bestünde, dass die Fans ihren Aufenthalt in Russland genießen und dabei auch noch neue Freunde finden sollten, so hat dieser tatsächlich geklappt. Was jedoch Beweise für den Aufenthalt russischer Truppen im Donbass angeht, so werden diese seit 2014 vermisst.

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    Tags:
    Test, Terror, Rassismus, Fußballfans, Angst, Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, FC Liverpool, Guardian, Wladimir Putin, Saudi-Arabien, Nigeria, Westen, Russland