21:05 18 Dezember 2018
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    Ursula von der Leyen beim Truppenbesuch an der Militärbasis Holzdorf

    Von der Leyens Plan: Neuauflage der Wehrpflicht – Wieder gegen Russland?

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
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    Willy Wimmer
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    An diesem Wochenende soll der Beweis dafür geführt werden, in welchem Ausmaß die sommerliche Hitze das Oberkommando der Bundeswehr im Berliner Bendler-Block getroffen hat. Es geht um nicht weniger als die Rückkehr der von einem gewissen Verteidigungsminister von und zu Guttenberg sang- und klanglos eingestampften allgemeinen Wehrpflicht.

    Allerdings wird das jetzt auf eine allgemeine Dienstpflicht aufgemotzt. Auf welchen Zustand trifft diese Überlegung aus der Regierungskoalition überhaupt und welche Signale gehen von diesen Überlegungen aus?

    Da ist zunächst einmal der Zustand der Bundeswehr selbst und das gescheiterte Führungsverhalten der zuständigen Ministerin. Sie lässt sich zwar von Hamburger Magazinen in der Abscheu vor Donald Trump zur Nachfolgerin der leider noch im Amt befindlichen Bundeskanzlerin "hochjazzen". Das übertüncht nur mühsam den Umstand, dass ihr hochrangige Soldaten  "von der Fahne gehen" oder ins Abseits gekegelt werden, weil sie etwas zu sagen gewagt haben. Das reiht sich in ein Führungsversagen ein, den Stab über die gesamte Bundeswehr öffentlich zu brechen. Unrühmlicher hat sich noch niemand in diesem Amt verhalten als Einzelfälle zum Generalverdacht umgepolt wurden.

    Es ist aber nicht nur das Führungsverhalten der Ministerin. Das, was sie in der Bundeswehr angerichtet hat, ist nicht von schlechten Eltern. Ein Großteil der Marine liegt an der Kette, Kannibalismus für Waffensysteme ist an der Tagesordnung, sie selbst kann nicht von A nach B transportiert werden, weil eines der Flugzeuge garantiert

    zusammenbricht. Für das soll die deutsche junge Generation über die Neuauflage der Wehrpflicht in ihrer praktischen Ausformung herangezogen werden? Na, denn mal zu und man kann nur hoffen, dass die jungen Leute in Deutschland darauf zur Antwort geben: "me not".

    Das bedeutet überhaupt nicht, die derzeitige Bundeswehr nicht gleichsam auf die Krankenliege zu bugsieren, um aus "Uschi ´s Schrotthaufen" wieder eine staatliche Einrichtung zu machen, die diesen Namen auch verdient. Dafür gibt der deutsche Steuerzahler in jedem Jahr Milliarden Euro aus und auf Drängen vor allem der derzeitigen Ministerin soll er noch mehr Milliarden spendieren, um im vermuteten Ergebnis amerikanischen Rüstungsunternehmen zu höheren Gewinnen zu verhelfen.

    Das von der Ministerin zu verantwortende Umfeld bei diesen CDU/CSU/SPD-Überlegungen muss unter die Lupe genommen

    werden, um die ganze Dimension dieser abstrusen Gedanken zu erfassen. Seit Monaten trommelt die Ministerin dafür, den NATO-Truppen in Westeuropa freie Fahrt für den Aufmarsch gegen Russland einzuräumen. Die amerikanischen Militärbefehlshaber für Europa waren in ihren Planungen bisher dadurch begrenzt, dass nationale Grenzen

    eigene Willensbildung europäischer Regierungen für amerikanische Aufmarsch-Planungen einräumten. Der NATO-Willkür sollten Grenzen gezogen werden.

    Das will die Ministerin beseitigen und  das zu einem Zeitpunkt, an dem

    die Funktionsunfähigkeit des zivilen Schengen-Raumes "beim Faustrecht zum Grenzübertritt" unter Beweis gestellt wird.

    Die Äußerungen deutscher Generale an der Front vor St. Petersburg machen jedem Deutschen klar, worum es geht. Fast 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und bald 80 Jahre nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geht es wieder gegen Russland. Das ist nicht nur das Signal, das von diesen Überlegungen ausgeht. Das ist die

    erklärte Politik der deutschen Bundesregierung. Diese wird in ihrer grenzenlosen Abneigung gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump bei der deutschen Bundeskanzlerin und der Verteidigungsministerin deutlich. Da schlägt man sich lieber auf die Seite der aus Republikanern und Demokraten bestehenden Kriegskoalition in Washington oder als von Obama gleichsam "Gesalbte" für die "Globalisten".

    Es ist nicht nur die NATO, die in ihrer heutigen Ausformung auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Es ist auch die bei der EU zunehmend festzustellende "Kriegs-Geilheit", die bei derartigen Planungen in Berlin einen umtreiben müssen.

    Wo ist die strikte Bindung der EU-europäischen Staaten an den Gedanken der Verteidigung des Vertragsgebietes nach dem

    Vorbild der ehemals bestehenden "Westeuropäischen Union"? Nein, im Stile französischer Kolonialkriege hält man überall die

    Finger drin und schafft massenhaft die Gründe für die Europa in den Grundfesten erschütternde Migration.

    * Die Meinung des Autors muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    Angriffsziele, Kriegsgefahr, Militarismus, Kriegsvorbereitungen, Rekrutierung, Wiederaufnahme, Wiedervereinigung, Wehrpflicht, Wende, Der Zweite Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, CDU, CSU, SPD, Bundesregierung, Bundestag, Bundeswehr, NATO, Ursula von der Leyen, Drittes Reich, Leningrad, DDR, Deutschland, Russland