23:00 12 November 2018
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    Auf dem Bild - Dschamal Chaschukdsch, der in dem saudischen Konsulat in Istanbul ermordet wurde

    Saudi-Arabien und die dramatischen Folgen des Mords in Istanbul

    © REUTERS / Osman Orsal
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    Willy Wimmer
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    Ob es jemals – und durch wen auch immer – eine Aufklärung des Mordes im saudischen Generalkonsulat in Istanbul geben wird, ist fraglich. Allerdings gibt es eine dramatische Auswirkung dieses Mordes, die ein Land trifft, das ohnehin einen Leumund hat, der mehr ist als Wüsten-Flugsand.

    Alles, was man über internationalen Terrorismus und die Förderung desselben durch Kräfte aus Saudi-Arabien sagen könnte, ist bei der langen und breiten Blutspur entsprechender Aktivitäten gerechtfertigt. Dramatische Beispiele gibt es genügend.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Mord an Journalist: Mann „in Khashoggis Kleidung“ verlässt saudisches Konsulat

    Man könnte daher der Ansicht sein, dass es jetzt die richtigen Typen trifft, wenn die Spitze dieses Staates offen oder verdeckt für das monströse Verbrechen verantwortlich gemacht wird. Die westliche Presse schäumt geradezu über, und das in einer Haltung, es den Saudis mal so richtig zu geigen. Sonst lässt man sich nur zu gern „schmieren“, wie die in diesen Tagen auftauchenden Presseartikel zeigen.

    Dennoch macht eines stutzig, und das betrifft den „angeblichen Täter“, einen engen Verbündeten des Westens ganz allgemein und besonders der USA und Israels. Vor den Zwischenwahlen am 6. November 2018 in den USA kommt „Istanbul“ zur rechten Zeit. Alles spricht dafür, dass die zweijährige Hass-Kampagne in den USA gegen den Präsidenten Trump sich für die Demokraten und das Komitee zur Vernichtung Trumps nicht auszahlen wird.

    Die Folge ist dann klar, und das wird die „Viererformation“, bestehend aus Obama, Clinton, Soros und Merkel, bereits am Tag nach der Wahl am 6. November 2018 zu spüren bekommen. Dann geht ein transatlantisches Gespenst namens Trump um, dem die Wiederwahl in weiteren zwei Jahren nicht zu nehmen sein wird. Nach diesem Wahltag, und das macht das bereits anvisierte Gipfeltreffen Putin-Trump mehr als deutlich, wird die Achse Trump-Putin-Netanjahu aktiviert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Nahen und Mittleren Osten.

    Sollte es überhaupt einen Erfolg geben können, ist man händeringend und dringlichst auf „die Saudis“ angewiesen. Die werden aber just jetzt durch die weltweite Verurteilung nachgerade „auf den Mond“ geschossen.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Saudi-Arabien bestätigt Tötung von Journalist in Istanbuler Konsulat — Staatsmedien

    Der türkische Präsident Erdogan hat in seltener Übereinstimmung mit dem amerikanischen Präsidenten Trump Elemente in die öffentliche Aufwallung gemischt, die nachdenklich machen. Der Mord von Istanbul hat eine Dimension, die die Chance zum Frieden für Generationen zerstören kann und wird, wenn Saudi-Arabien nicht zum Frieden im Nahen Osten herangezogen werden kann. Danach sieht es mit der schrecklichen Bluttat aus, jedenfalls aus der Sicht derjenigen, die Präsident Erdogan öffentlich angesprochen hatte.

    * Die Meinung des Autors muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    Wahl, Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan, Dschamal Chaschukdschi, Angela Merkel, George Soros, Hillary Clinton, Barack Obama, Israel, Türkei, Saudi-Arabien, USA