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07:06 18 Juli 2019
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    Estlands Soldaten während der Übungen an der Grenze mit Russland am 7. Mai

    Und täglich grüßt das Murmeltier – Europas Nato-Staaten bei russischem Überfall wehrlos!

    © REUTERS / INTS KALNINS
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    Andreas Peter
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    Das Londoner Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) veröffentlichte jetzt eine Studie, wonach die europäischen Nato-Staaten angeblich ungenügend für einen Verteidigungskrieg gegen Russland gewappnet sind. Wieder einmal stellt sich Beobachtern die Frage, auf welchen abenteuerlichen Annahmen das basiert und was es bezwecken soll.

    Würde Oscar Wilde heute noch leben, wäre er wahrscheinlich entsetzt, wie aktuell seine 1890 ausgesprochene Warnung immer noch ist: „Man kann nicht vorsichtig genug sein in der Wahl seiner Feinde.“ Denn die Nato hat das Problem, dass ihr Lieblingsfeind partout nicht so mitspielen will, wie erwünscht.

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    Unermüdlich wird vor der russischen Bedrohung gewarnt, vor den Expansionsgelüsten Russlands, vor den ungeheuren Rüstungsausgaben Moskaus und vielem mehr. Aber was tun diese einfältigen Deutschen? Sie haben nicht vor Russland Angst, sondern vor einer irrlichternden Nato, die immer wieder Bedrohungsszenarien in die Welt posaunt oder posaunen lässt, dabei hilfreich von diversen Medien assistiert, die allen Fakten widersprechen.

    Viele Menschen können Landkarten lesen und sehen, dass nicht Russland sich an die Nato herangerobbt hat, sondern umgekehrt. Sie sehen auf diesen Karten, dass nicht Russland die Nato mit Militärstützpunkten umkreist hat, sondern umgekehrt. Menschen können auch Zahlen lesen und verstehen. Und so wissen sie, dass Russland im Jahr 2017 seine Militärausgaben um 20 Prozent gesenkt hat. Während beinahe alle Nato-Staaten ihre Rüstungsanstrengungen forciert haben. Rechnet man den Anteil der USA und Kanadas aus den Rüstungsausgaben der Nato heraus, dann übersteigen die Budgets für Militär und Rüstung der europäischen Nato-Staaten diejenigen Russlands immer noch um beinahe das Fünffache. Alleine die großen europäischen Nato-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien geben doppelt so viel für Rüstung aus als Russland.

    Dennoch verbreitet das IISS nun das Schreckensszenario, wonach die europäischen Nato-Staaten ungenügend gerüstet seien, müssten sie sich ohne das US-Militärpotenzial gegen Russland verteidigen. Der grundlegende Fehler in dieser Horrorprojektion ist, dass Russland keinen Grund und keinen Willen hat, die Nato anzugreifen, und das auch mehrfach erklärte.

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    Welches Motiv also liegt dieser „Studie“ zugrunde? Das IISS nennt eine genaue Summe, die Europas Nato-Staaten angeblich umgehend in Waffen und Waffensysteme investieren müssten, um Russland ebenbürtig zu sein. Soll diese Zahl zaudernde Nato-Staaten wie Deutschland mehr oder weniger sanft zwingen, die Forderungen von US-Präsident Trump nach deutlich größeren Militärausgaben zu erfüllen? Wurde dafür in der Meldung der Nachrichtenagentur DPA an das laute Nachdenken von US-Präsident Donald Trump erinnert, der laut einem Artikel der „New York Times“ 2018 mehrmals gedroht haben soll, die USA werde aus der Nato austreten wollen?

    Aber was hat Russland damit zu tun? Richtig. Gar nichts.

    Oder wie Franz Kafka meinte, „verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.“

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    Tags:
    Militärbudget, Donald Trump, Horror, Motive, Rüstungsausgaben, Angst, IISS, Aggression, Russland, NATO