17:50 23 November 2020
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    Immerhin ein Gutes hat die Corona-Hysterie: Die alltägliche Russophobie trat zeitweilig in den Hintergrund deutscher Medien-Mühen.

    Doch verlässlich meldete sich jüngst Großbritanniens Nationales Zentrum für Cyber-Sicherheit (NCSC), ein Sammelsurium von Geheimdienstorganisationen, mit der Behauptung, eine russische Hackergruppe wolle im Auftrag „Moskaus“ die Rezeptur eines Impfstoffes gegen Covid-19 klauen. Brav apportiert zum Beispiel die „Frankfurter Rundschau“ diesen Gummi-Knochen, auch die angeblich seriöse „Frankfurter Allgemeine“ wurde laut, und die Tagesschau überließ sich hemmungslos ihrem Pawlowschen Russen-Reflex: Russland soll – Fragezeichen –, wird beschuldigt –, wolle – wahrschenlich –, aber unbewiesen einen Impfstoff klauen – Wuff, Wuff, Wuff.

    Da lacht der Virus, da zittert die Wand

    Super auch der letzte Satz in der ARD-Verlautbarungsmaschine: „Es ist selten, dass Großbritannien ausdrücklich ein anderes Land beschuldigt, hinter einer koordinierten Kampagne von Cyber-Angriffen zu stecken.“ Da lacht der Virus, da zittert die Wand: Denn es ist eben Großbritannien, das in billigster James-Bond-Manier immer wieder mal einen russischen Agenten aus dem Story-Strickstrumpf zieht, um ihn dann beweislos im Nirwana verschwinden zu lassen. Doch noch ist der Corona-Hype nicht an sein Ende gekommen, aber es naht. Zwar muss auch der Russe noch in der Corona-Verkleidung auftreten, aber der Regierungs-Sender Deutschlandfunk ahnt etwas: „Massenveranstaltungen haben Corona-Infektionen offenbar kaum beeinflusst.“

    Über allem lauerte der Tod

    Da hatten die Deutschen doch monatelange Abstand voneinander lernen müssen: Mindestens einmeterfünfzig. Sogar der Nation liebstes Kind durfte nicht mehr richtig spielen: die Bundesliga. Denn über allem lauerte der Tod. Wer neben anderen sitzen oder stehen wollte, sollte es heimlich tun. Dank der auf Linie arbeitenden Medien war klar: Wer ins Kino will, ist ein Volksgefährder, wer auf Parkbänken zu nahe am anderen rumlungert, ist ein Gesundheitsschädling, und wer in Schlangen vor den Geschäften seinen Vordermann berührt, gilt als Hygieneverbrecher. Ganz sicher aber sollten Demonstrationen aller Art dringend verhindert werden. Denn solche Veranstaltungen mussten in Zeiten der vom RKI ausgerufenen Pandemie ganz sicher zu Massen-Ansteckungen führen, die Leichenberge waren zu ahnen. Und nun sagen die nüchternen Zahlen: Da war nix.

    Die Meldezahlen zeigen keine überdurchschnittliche Zunahme an Corona-Fällen

    Tausende auf einer Party am Berliner Landwehrkanal mitten in der Coronakrise. Zehntausende bei Anti-Rassismus-Protesten in Hamburg, München und anderen Städten zur selben Zeit. Großdemonstrationen in Stuttgart und anderswo für das Grundgesetz. Jede Menge ruppiger Polizei-Körperkontakt bei Grundrechtsaktionen in Berlin. Und nun? Und nun sagt doch die Sprecherin der Hamburger Sozialbehörde, „(…) sehen wir die Befürchtungen einer massenhaften Verbreitung gegenwärtig nicht anhand dieses Ereignisses bestätigt“. Auch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erklärt: „Die Meldezahlen zeigen keine überdurchschnittliche Zunahme an Corona-Fällen in München nach der Anti-Rassismus-Demo am 6. Juni.“ 

    Belege für die Behauptung? Unterhalb der Qualität belegter Brote

    Ach ja, Berlin: Keine erhöhten Infektionszahlen rund um die Massenveranstaltungen. Aber der rot-rot-grüne Senat ist besonders regierungskonform. Sagt doch der Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit, Moritz Quiske: „Jede größere Ansammlung von Menschen bleibt mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden.“ Belege für die Behauptung? Unterhalb der Qualität belegter Brote.

    Sollte jetzt die Zeit der Aufklärung kommen?

    Weiter mit dem Deutschlandfunk: „Für die Stadt Stuttgart konnten die Behörden bislang keine ungewöhnliche Zunahme der offiziell gemeldeten Erkrankungsfälle feststellen“, führten sie aus. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg bestätigte die Einschätzung. „Es liegen keine Hinweise auf COVID-19-Erkrankungen oder Infektionsketten im Zusammenhang mit der Anti-Corona-Demo am 16. Mai 2020 in Stuttgart vor“, heißt es.“ Gerade jetzt, wo die EU-Staats- und Regierungschefs mit 1,8 Billionen Euro hantieren, um die Corona-Schäden der EU-Wirtschaft zu reparieren, gerade jetzt sollen all die Pleiten im Ergebnis der Corona-Zwangsmaßnahmen gar keinen nachweisbaren Grund in der Gesundheitsvorsorge haben? Sollte jetzt die Zeit der Aufklärung kommen? All die gefälschten Zahlen, die Horror-Propaganda, alles wird jetzt aufgedeckt?

    Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

    Das hat jemand beim Regierungssender gemerkt. Erschrocken meldete die Redaktion nur Stunden später nach der Nachricht zu den Massenveranstaltungen: „Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen.“ Natürlich in den USA. Ganz weit weg. Schwer zu überprüfen. Und dann noch das schöne Wort „Infektion“. Eine Infektion ist noch nicht mal eine Erkrankung, geschweige denn der Tod, der mit dem düsteren Wort Infektion zu gern an die von Merkel und Spahn getünchte Wand gemalt wird. Aber „Höchststand“, das ist bedrohlich, das lässt die Bevölkerung zittern, eine Körperhaltung, die von den Herrschenden am liebsten bei den Beherrschten gesehen wird. Wer zittert, dem wird vielleicht gar nicht auffallen, dass er von den 1,8 Billionen Euro gar nichts abbekommt. Obwohl das doch sein schönes Steuergeld ist.

    Quelle: www.rationalgalerie.de

    * Die Meinung des Autors muss nicht der der Redaktion entsprechen.

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    Hacking, Spionage, Impfstoff, Coronavirus, Covid-19, Russland, Deutschland