18:03 19 Januar 2017
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    Russland feiert 100. Geburtstag von Nobelpreisträger Michail Scholochow

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    ROSTOW AM DON, 24. Mai - RIA Nowosti. Der 100. Geburtstag des Schriftstellers Michail Scholochow, Nobelpreisträger, wird heute im Gebiet Rostow am Don (Südrussland) begangen. Die Nachkommen der Prototypen seiner Helden gedenken heute des Romanautors vom "Stillen Don", der das Leben und die Sitten der Kosaken besang und die Schrecken des Bürgerkrieges nach der Revolution von 1917 aufzeigte. Gerade hier, im Gebiet Rostow, an den Donufern, handelte der Roman.

    Am Geburtstag des Schriftstellers werden feierlich Blumen an das Scholochow-Denkmal an der Kaistraße des Don niedergelegt, heißt es in der Verwaltung des Gebiets.

    Die größten Jubiläumsfeiern sind für den 27. Mai geplant. An diesem Tag wird in der Stadt Nowotscherkassk, der Hauptstadt der Don-Kosaken, eine Sitzung des zweiten Großen Kreises der Kosaken Russlands (Kongress von Vertretern der Kosaken aus ganz Russland) stattfinden und in der Heimat des Schriftstellers, der Staniza Wjoschenskaja, das Gesamtrussische Literatur- und Folklorefestival "Scholochow-Frühling" starten. Erwartet werden über 100 schöpferische Laientruppen aus dem ganzen Land.

    Voraussichtlich kommen auch bekannte russische Politiker zum 100-jährigen Jubiläum des Schriftstellers in die Staniza Wjoschenskaja.

    Michail Scholochow (1905 - 1984), ein Bauernsohn, war Autodidakt. Seinen Ruhm als Schriftsteller verdankt er seinen Romanen, von denen "Neuland unterm Pflug", "Sie kämpften für die Heimat" und "Stiller Don" am bekanntesten sind. Für diesen letzteren wurde Scholochow der Nobelpreis verliehen.

    Die Kosaken bilden im vorrevolutionären Russland (bis 1917) einen Stand für sich, der die südlichen und östlichen Randgebiete des Landes besiedelte. Sie besaßen Grund und Boden zu vergünstigten Bedingungen, wofür sie treu ihren Militärdienst absolvierten, wobei sie sich nach Einberufung mit ihrer Uniform, blanken Waffe, ihrem Pferd und Pferdegeschirr einstellten. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges wurden am Don und am Kuban erneut Kavallerieeinheiten und -verbände der Kosaken aufgestellt, die ihren Beitrag zum Sieg über den Feind leisteten.

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