17:55 23 Januar 2017
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    Tschechow-Festival in Moskau - Tribut an Traditionen und Mode

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    MOSKAU, 26. Mai /RIA Nowosti/. Vom 1. Juni bis 30. Juli wird in Moskau das 6. Internationale Theater-Festival „A.P. Tschechow", die größte Veranstaltung dieser Art in Russland, durchgeführt, teilt die Wochenbeilage zur Zeitung „Kommersant" /"Weekend"/ mit.

    Auf dem Programm des Festivals stehen Aufführungen nach klassischen Bühnenwerken. Darunter: „Iwanow" des großen russischen Schriftstellers Tschechow in der Regie des erfinderischen japanischen Meisters Tadashi Suzuki, ein expansiver „Faust" des brasilianischen Theaters Ur Brazil aus Sao Paolo sowie „Drei Schwestern" von Tschechow, aufgeführt vom hervorragenden britischen Regisseur Declan Donnellan, und „Der Wald" von Ostrowski, Regie von Pjotr Fomenko, russischer Regisseur und Gründer des berühmten Theaters „Masterskaja Pjotra Fomenko", die er für die Pariser Comedie Francaise besorgte.

    Die Veranstalter des Festivals nahmen Kurs auf neue Formen. Als dessen Übermittler tritt der berühmte russische Clown Slawa Polunin auf, unter dessen Leitung die Eröffnung des Festivals im Garten „Aquarium" stattfindet.

    Unter Musikbegleitung durch die Saxophonisten vom französischen Theater Urban Sax werden sich über den Köpfen der Musiker und Zuschauer Schmetterlinge - Tänzer des besten Modern-Dance-Kollektivs Russlands - des Theaters „Provinztänze" aus Jekaterinburg drehen. Die Idee zu dem Tanz stammt von dem japanischen Choreographen Shusaku Takeuchi.

    Der Bühnenbildner Alexej Kostroma, Teilnehmer am Projekt von Wjatscheslaw Polunin „Das Narrenschiff" /ein Segelboot mit sonderbaren Gestalten an Bord fuhr auf dem Moskwa-Fluss als Symbol der Freiheit und der Güte/, wird für einige Tage den Garten mit dem „Wassernamen" in ein Vogelreich verwandeln, der ganze Raum wird nämlich von Flaum umhüllt.

    Der schweizerische Musiker und Regisseur Heiner Goebbels wird eine Aufführung mit einem unaussprechbaren Titel zeigen, der in der Übersetzung aus der Sprache der australischen Ureinwohner so viel bedeutet, wie „begeistert durch den Wunsch nach dem, was bereits nicht existiert". Darin wirken der Schauspieler Andre Williams und das berühmte „Mondrian Quartett" der Streichinstrumente aus Amsterdam mit.

    A.P. Tschechow /1860-1904/, russischer Schriftsteller und Dramatiker. Begann als Verfasser von Feuilletons und kurzen humoristischen Novellen. Das Hauptthema seines Schaffens ist die ideologische Suche der Intelligenz. Der Hauptheld von Tschechow ist ein einfacher Mensch, mit seinen alltäglichen Angelegenheiten und Sorgen. Tschechow ist Verfasser der weltberühmten Bühnenwerke „Der Kirschgarten", „Drei Schwestern", „Onkel Wanja" und „Die Möwe", ein feiner Psychologe, Meister des Untertextes, der Humor und Lyrik miteinander verknüpfte.

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