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    Umfangreiche Ausstellung in Moskau berichtet über das Leben der russischen Bauernschaft

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    MOSKAU, 26. Mai /RIA Nowosti/. Vom 31. Mai bis 30. Juni wird in Moskau im Staatlichen Geschichtsmuseum die Ausstellung „Die bäuerliche Welt in der russischen Kunst" zu sehen sein. Es werden rund 300 Werke aus der Sammlung des Staatlichen Russischen Museums vorgestellt, darunter: Ikonen, Malerei, Graphik, Skulptur, dekorative und angewandte Kunst, teilt die Website „Museen Russlands" /museum.ru/ mit.

    Unter den Malern, deren Werke auf der Ausstellung vertreten sind, befinden sich: A. Wenezianow, W. Tropinin, A. Archipow, I. Repin, I. Kramskoi, F. Wassiljew, A. Kuindschi, G. Mjassojedow wie auch Meister der russischen Avantgarde, deren Schaffen mit der bäuerlichen Kultur verknüpft war: N. Gontscharowa, K. Malewitsch, P. Filonow.

    Die ersten Gemälde aus dem Leben der russischen Dorfbewohner erschienen Ende des 18. - Anfang des 19. Jahrhunderts in der Epoche des Sentimentalismus. Die Künstler idealisierten damals das Dorfleben und stellten praktisch die bäuerliche Arbeit nicht dar.

    In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts sagte A. Wenezianow /"Mädchen auf dem Heusack", 30er Jahre des 19. Jh./, Urheber des Genres der Bauernbildnisse, ein neues gewichtiges Wort in der Malerei.

    Seit Anfang der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts - der Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland - ist das Bauernthema zum wichtigsten Thema für alle Arten der russischen Kunst geworden. Zu jener Zeit stellten viele Künstler auf ihren Gemälden die erschreckende Armut und Zerstörung dar. /F. Wassiljew „Dorf", 1869/.

    In der Mitte des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts, in der Blütezeit der russischen Avantgardemalerei, schafft K. Malewitsch, Begründer des Suprematismus /Vereinigung einfachster geometrischer Figuren auf Leinen/ das Gemälde „Rotes Quadrat" /1915/. Das Gemälde hatte den zweiten Titel: „Malerischer Realismus der Bäuerin in zwei Dimensionen".

    Zugleich mit der Avantgarde erlebte auch der Neoklassizismus seine Blütezeit. Die Gemälde von S. Serebrjakowa /„Bauern". 1914/, auf dem sie das Bauernthema gestaltet, ist voll Optimismus und seelischer Gesundheit.

    Eines der besten Gemälde des 20. Jahrhunderts zum bäuerlichen Thema ist das Gemälde von W. Iwanow „Familie. 1945". /1957-1964/. Darauf sind die ersten Tage des Lebens in Frieden nach dem Sieg über den Faschismus dargestellt. Dieses charakteristische Muster des „harten Stils" zeigt ein bäuerliches Festessen.

    Die erste Ausstellung „Russische Bauernkunst" fand in den Sälen des Geschichtsmuseums in Moskau vor nahezu 85 Jahren, im Dezember 1929 statt.

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