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    Dokumentarfilm über die Tragödie in Beslan angelaufen

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    MOSKAU, 31. Mai - RIA Nowosti. In Nordossetien wurde der Dokumentarfilm „Die Bürger von Beslan" uraufgeführt. Die Tragödie in der Schule Nr. 1 - die Geiselnahme - wird mit den Augen der ehemaligen Opfer des Terroraktes gezeigt. Filmkritiker bezeichnen die Uraufführung als ein höchst beeindruckendes Ereignis im Kulturleben der Republik in letzter Zeit, schreibt die Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta".

    Das unabhängige Filmstudio „Nart-art" von Wladikawkas, in dem der Film gedreht wurde, stellt sich die Aufgabe, das ossetische Filmwesen wieder zu beleben. Wie die Produzentin des Studios Temina Tuajewa sagt, drehen die Regisseure des Studios Streifen über das friedliche Leben in Nordkaukasien. Diesem Thema ist zum Beispiel ein ganzes Programm, „Kaukasus ohne Krieg", gewidmet.

    „Selbst wenn die ossetischen Dokumentaristen Filme über Tschetschenien drehten, haben sie es vermocht, einen Abstand zum Thema Terrorismus zu gewinnen", sagt Tuajewa.

    Der Film „Ein Fest am Wegrand" zum Beispiel erzählt von tschetschenischen Kindern. Beim Festival des russischen Films, das im vorigen Jahr in Frankreich stattfand, siegte der Streifen in der Kategorie „Dokumentarfilm des Jahres". Das französische Fernsehen zeigte ihn ebenfalls, und der Film machte einen starken Eindruck auf das Publikum. Der zweite Film über Tschetschenien, bei „Nart-art" gemacht, berichtet über ein Theater in dieser Republik, in dem Vorstellungen gegeben werden.

    Im vergangenen Jahr brachte „Nart-art" fünf Filme heraus. In diesem Jahr sind bereits sechs geplant. Die Themen sollen sowohl historisch als auch aktuell sein.

    Durch die Geiselnahme in der Schule Nr. 1 der Stadt Beslan in der Republik Nordossetien (Nordkaukasien, Russland) kamen vom 1. bis 3. September vorigen Jahres 330 Personen, darunter 186 Kinder, ums Leben.

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