05:30 23 Januar 2017
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    Auf einer Aktion in Minsk gefälschtes Gemälde von Chagall verkauft

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    MINSK, 31. Mai /RIA Nowosti/. Das Gemälde, das vom Minsker Antiquitäten- und Auktionshaus Paragis als ein Werk von Marc Chagall für 650 000 US-Dollar verkauft wurde, ist kein Original. Das teilte Ludmila Chmelnizkaja, Direktorin des Museumsreservats von Marc Chagall in Witebsk, am Dienstag gegenüber der RIA Nowosti mit.

    Sie präzisierte, dass zu diesem Schluss Experten des Chagall-Komitees in Paris und die Expertengruppe der Tretjakowgalerie gekommen waren.

    Auch Meret Meyer-Graber, Enkelin von Chagall und Vizepräsidentin des Komitees des Malers mit dem Sitz in Paris, erklärte im weißrussischen Fernsehen, dass das Gemälde kein Original sei.

    Auf die Geschichte des Gemäldes eingehend, verwies Chmelnizkaja darauf, dass die wahre Geschichte des Gemäldes nicht bekannt sei, dass sich dieses Werk jedoch lange in Moskau befunden hätte.

    Früher war gemeldet worden, dass das Gemälde, nach Ansicht eines Privatexperten, dessen Name nicht genannt wurde, „von Chagall vor der Ausreise ins Ausland, im Zeitraum von 1913 und 1920 geschaffen worden war".

    Marc Chagall /1887-1985/, weltbekannter Maler, gebürtig aus der weißrussischen Stadt Witebsk.

    Am 29. Mai beendete die umfangreichste Ausstellung von Werken Marc Chagalls in der ganzen Geschichte „Sei gegrüßt, Heimat" in der Tretjakowgalerie in Moskau ihre Arbeit.