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    In Moskau soll eine Ausstellung des „Genies des Lichtes und der Farbe" Wladimir Kibaltschitsch eröffnet werden

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    MOSKAU, 10. Juni /RIA Nowosti/. In der russischen Hauptstadt soll eine Ausstellung von Arbeiten Wladimir Kibaltschitschs eröffnet werden. Er wurde unter dem Namen Vlady berühmt und wird von Kunstforschern wegen der großartigen Radierungstechnik „Rembrandt der Gegenwart" genannt.

    Die anlässlich des 85. Geburtstages des Meisters geplante Ausstellung wird ihre Türen am 14. Juni im Museums- und Ausstellungskomplex „Galerie der Künste von Surab Zereteli" öffnen, teilt die Website „Museen Russlands" /museum.ru/ mit.

    Auf der Ausstellung sind 145 Radierungen zu sehen, die der Künstler selbst dem Orenburger Gebietsmuseum für bildende Künste /Südural/ übergeben hat.

    Wladimir Kibaltschitsch wurde 1920 in St. Petersburg in der Familie des französischsprachigen Schriftstellers geboren, der in die Weltliteratur der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts unter dem Pseudonym Victor Serge eingegangen ist. 1933 geriet Wladimir zusammen mit seinem Vater nach Orenburg und später nach Frankreich, wo er sich mit der Farbfotographie zu beschäftigen begann und in Ausstellungen unter dem Pseudonym Vlady auftrat. Seit 1945 lebt der Künstler in Mexiko, wo er in der Monumentalkunst berühmt geworden ist.

    Er führte die Wandmalereien im Freud- Gebäude der Universität von Mexiko, im Mexikanischen Ausstellungspavillon auf der internationalen Messe in Tokio aus und arbeitete mehr als ein Jahrzehnt lang an der Gestaltung des Lesesaals der Lerdo-de-Tejada-Bibliothek.

    Das Schaffen von Vlady stellt eine Synthese der russischen, mexikanischen und europäischen Kultur dar. Die monumentalen Wandbilder bestehen neben Aquarellen und Bleistiftzeichnungen sowie Tintenskizzen.

    Der weltweit renommierte Bildhauer Ernst Neiswestny /geb. 1925 in Russland/, seit 1977 in den USA lebend/ hält Vlady für einen der größten Künstler der Gegenwart, dessen Name in einer Reihe mit solchen hervorragenden mexikanischen Meistern der Monumentalkunst wie Orozco, Jos Clemente /1883-1949/ und Alfaro Siqueiros, Jos David /1896-1974/ steht.

    Im Jahre 2000 wurde Vlady in Mexiko als Mensch des Millenniums in der bildenden Kunst anerkannt. Er ist Träger des französischen Ordens für Literatur und Kunst und Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste. Siqueiros nannte Vlady „Genie des Lichtes und der Farbe".

    Die Ausstellung ist bis zum 17. Juli geöffnet.

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